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Einsatz Corona –Nähen für Pflegepersonal

Mitte März erreichte eine Anfrage der Hausärzte des Sensebezirks den Kantonalverband der Freiburger Samaritervereine. Dabei wurde um die Mithilfe bei der Triage im Spital Tafers, welches zur HFR Gruppe gehört, ersucht und auf einen möglichen Engpass von Schutzkitteln für das Pflegepersonal aufmerksam gemacht.

In der Folge hat Yvan Stampfli, Instruktor beim KV Freiburg, die Rolle der Ansprechperson übernommen und die Anfrage an die Präsidentinnen und Präsidenten der Samaritervereinedes Sensebezirks weitergeleitet. Diese wiederum konnten ihre Vereinsmitglieder mobilisieren, so dass aus dieser Anfrage ein Gemeinschaftswerk aller Samaritervereine im Sensebezirk entstand.

Innert kurzer Zeit ratterten die Nähmaschinen von Samariterkolleginnen und -kollegen aus dem Senseoberland, über die Sensemitte bis hin ins Senseunterland. Die Einen kümmerten sich um die Stoffbeschaffung, die Anderen ums Nähen und Einsammeln der fertiggestellten Kittel.

Nach anfänglichen Rückschlägen in der Formfindung gewannen die Schneiderinnen immer mehr an Freude, Fantasie und Routine, so dass bald richtige Kunststücke präsentiert werden konnten. So gab es etwa das Altkleider-Modell (Bild links), das aus einem alten Hemd, einem alten Duvetanzug und einer langen Unterhose zusammengesetzt wurde. Nebst ganzen Bettgarnituren(Bilder unten links) fanden auch aussortierte Ministrantenröcke aus Leinenstoff (Bild unten rechts) ihre neue Bestimmung.Glücklicherweise hat sich die Situation weniger schlimm präsentiert als ursprünglich befürchtet, weshalb die genähten Schutzkittel bisher nicht verwendet werden mussten. Sie liegen nun bis auf Weiteresbei der Ärzteschaft, um im schlimmsten Fall hervorgeholt zu werden.

Fazit: Samariter sind in allen Lebenslagen einsatzbereit! (Sie lassen sich auch von zwei kaputten Nähmaschinen nicht bremsen.)

BRAVO und ein HERZLICHES DANKESCHÖN –an die Samariter, die Ärzte und das Pflegepersonal!

Bericht B. Aebischer, Freiburgischer Samariterverband