Verletzungen des Knies, am Unterschenkel und am Fuss

Bei einem Unfall können eine oder mehrere Strukturen eines Gelenks durch eine Überbeanspruchung verletzt werden.

Wird beispielsweise ein Gelenk überdehnt, kann ein Band gezerrt werden, bei noch stärkerer Dehnung reissen. Bei einer Stauchung kann der Knochen überbeansprucht und dadurch eingedrückt werden. Wenn die Anatomie eines Gelenks bekannt ist, kann aufgrund der Lokalisation der Schmerzen oder Funktionseinschränkung abgeschätzt werden, welche Verletzung eine Patientin oder ein Patient hat.

In der Praxis ist es natürlich oft so, dass nach einem Unfall einfach das ganze Knie oder der ganze Fuss schmerzt und aufgrund der Schwellung nicht unmittelbar nach der Verletzung untersucht und beurteilt werden kann. Dann ist es wichtig zu beurteilen, mit welcher Dringlichkeit sich die verletzte Person bei einem Arzt vorstellen muss.

Vor Ort kann das genaue Ausmass einer Verletzung nie mit Sicherheit bestimmt werden. Bei Unsicherheit ist deshalb stets eine ärztliche Zuweisung zu empfehlen. Gerade das Knie- und Sprunggelenk kann trotz eines Knochenbruches oft weiter belastet werden. Ein möglicher Knochenbruch muss unbedingt mittels der Röntgendiagnostik ausgeschlossen werden.

An das Kniegelenk werden hohe Anforderungen gestellt. Treten Schmerzen auf, sollte man diese nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Schnell ist es passiert: Der Fuss ist vertreten und der Knöchel schwillt an. Dabei können viele verschiedene Strukturen verletzt sein.