Schweizerischer Samariterbund
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Wo und wie der Vereinskoordinator lebt

 
Der Vereinskoordinator berät und begleitet die Vereine und unterstützt sie bei allfälligen Problemen. An der diesjährigen Herbstkonferenz wurde konkret aufgezeigt, was die neue Funktion bringt.

Vorstände von Samaritervereinen sollen in Zukunft genauso unterstützt werden wie Vereinskader. Die Umsetzung dieser Idee erfordert in den Kantonalverbänden eine schrittweise und breit abgestufte Planung.

Das Beispiel Unterwalden
Im Kantonalverband Unterwalden wurde die Einführung des Vereinskoordinators verknüpft mit einer Reorganisation des Verbands. Gemäss den Ausführungen von Verbandspräsident Werner Pfammatter wurde dieser Prozess im Jahre 2005 gestartet und wird 2008 mit der Verabschiedung neuer Statuten und dem Start der Aktivitäten von Vereinskoordinatoren abgeschlossen.

Betroffene zu Beteiligten gemacht
Die Einführung der Vereinskoordinatoren wurde den Samaritervereinen nicht einfach auf oktruiert, sondern mit ihnen zusammen entwickelt. Es entstand eine neue Gliederung des Verbandsgebietes in drei Regionen (zwei in Nid- und eine in Obwalden) mit jeweils sechs Samaritervereinen, die je von einem Vereinskoordinator betreut werden. Damit soll dem Wunsch nach Verstärkung der Betreuung und nach kontinuierlichen Kontakte zu den Samaritervereinen Rechnung getragen werden.
 
Vereinskoordinator Josef von Rotz und Vereinspräsident Fredy Schneider machten mit ihren Darlegungen deutlich, dass sie sich mit den organisatorischen Neuerungen intensiv und detailliert auseinander gesetzt haben.
 
Zusammenarbeit der Vereine
So wünscht sich der Stanser Vereinspräsident Fredy Schneider, dass durch den regelmässigen Dialog zwischen den Vereinen und "ihrem" Vereinskoordinator Hemmschwellen abgebaut werden. Es geht darum, dass unter den Vereinen  eine Zusammenarbeit entsteht. Sie können sich die Vereine zum Beispiel gegenseitig unterstützen, um die Postendienste personell abdecken zu können. Sie können sich aber gegenseitig auch bei Bedarf Kaderpersonen "ausleihen". Klar ist für Schneider, dass mit der Unterstützung durch den Vereinskoordinator die Verantwortung aber trotzdem bei den Vereinen bleibt und von diesen wahrgenommen werden muss.
 
Vereinskoordinator Josef von Rotz sieht seine Arbeit in der Beratung und Unterstützung und nicht als Einmischung in die Vereinsführung. Die kontinuierliche Kontaktpflege zwischen den Vereinen und dem Vereinskoordinator soll auch als Frühwarnsystem dienen, das heisst, es sollen Schwierigkeiten rechtzeitig thematisiert und gegebenenfalls Vereins übergreifende Lösungen gefunden werden.
 
Josef von Rotz erwartet und erhofft sich, dass die neue Aufgabenteilung im Verbandskader für alle eine Entlastung bringt.   Kurt Venner



Stimmen aus Zürich
 
Im Anschluss an die Präsentation des Unterwaldner-Verbandes  wurde im Plenum über die Integration der  Funktion "Vereinskoordinator" in die Strukturen des Verbandes diskutiert. Auch die Zürcher Präsidentin, Jasminka Huber, meldete sich zu Wort. Die Redaktion traf sie während einer Pause zusammen mit ihrer Kollegin Heidi Bachmann. Sie ist Kommunikatorin im Zürcher Kantonalverband
 
Redaktion: Wie sehen Sie die Funktion des Vereinskoordinators ?
 
Jasminka Huber: Der Kantonalverband hat vor fünf Jahren unter meiner Vorgängerin Margrit Gähwiler Vogt sogenannte Kommunikatoren ins Leben gerufen. Das Ziel war es, die Instruktoren zu entlasten und ein Bindeglied zwischen Kantonalvorstand und den Vereinen zu schaffen. Unsere grosse Anzahl von Vereinen und die Strukturen mit fünf Regionalverbänden erschweren diesen Kontakt oft. Unsere Kommunikatoren haben  im Grundsatz dieselben Aufgaben wie die Vereinskoordinatoren SSB.

Heidi Bachmann, Kommunikatorin, meint dazu: Es scheint mir sehr wichtig, dass man nicht die Erwartung haben kann, dass jetzt alle bestehenden Instruktoren einfach Koordinatoren werden können oder wollen. Denn wir haben ja erfahren, dass die  Instruktoren an ihre Belastbarkeitsgrenze stossen bei zum Teil  über zehn Vereinsbetreuungen. Deshalb haben wir im Kanton Zürich Kommunikatoren, welche nicht nur z.B. die Vereinsversammlungen besuchen, sondern u.a. auch angefragt werden, wenn in den Vereinsvorständen zwischenmenschliche Probleme auftauchen. Da habe ich als Nicht-Technikerin erfahrungsgemäss oft einen einfacheren Zugang zu den Vorständen - als eine neutrale und externe Person.
 
Diesem Bedürfnis der  Vereine muss man Rechnung tragen, indem man ihnen auch die Möglichkeit lässt, zwischen ihrem zugeteilten Instruktor und dem Kommunikator sprich Koordinator zu wählen. Dies erleichtert mir die wichtige Gesprächsführung bei festgefahrenen Vereinsstrukturen, in welchem meistens die menschliche Seite und nicht das technische Problem im Vordergrund steht.

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