Schweizerischer Samariterbund
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Was tun bei Vergiftungen?

Die Möglichkeit einer Vergiftung sollte dann in Betracht gezogen werden, wenn plötzlich eine schwere Erkrankung ohne bekannte Vorerkrankung ausbricht, wenn mehrere Personen oder Lebewesen gleichzeitig erkranken, beispielsweise bei Rauschgiftabhängigen oder bei Personen mit erleichtertem Zugang zu Giften. Der Nachweis einer Vergiftung kann in der Regel jedoch nur durch eine Laboruntersuchung erfolgen.

Die Möglichkeiten, bei einer erkannten Vergiftung Erste Hilfe zu leisten sind zwar eher gering, aber nicht minder wichtig. Ob als Laienhelfer, Rettungssanitäterin oder Arzt, die wichtigste Erste-Hilfe-Massnahme ist das Aufrechterhalten der grundlegenden Lebensfunktionen wie Atmung und Herzschlag, sowie die Stabilisierung des Kreislaufes. Jede weitere Behandlung einer Vergiftung kann in der Regel nur mit Hilfe eines Gegengiftes oder durch spezielle medizinische Massnahmen erfolgen.

Bei einem Vergiftungsverdacht gilt grundsätzliche folgendes Vorgehen:

  • Alarmieren Sie die Sanität 144
  • Kontaktieren Sie das TOX 145 und befolgen Sie die Anweisungen genau.

Erste Massnahmen:

  • Bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung: Stabile Seitenlage
  • Bei Bewusstlosigkeit ohne normale Atmung: Herzdruckmassage
  • Bei Krampfanfall: Schutz vor Verletzungen (z.B. Sturz)
  • Bei Blutdruckabfall: hinlegen, Beine hochlagern

Versuchen Sie zudem, die folgenden Informationen zu liefern, die für eine individuelle Risikobeurteilung und Behandlung wichtig sind:

  • Wer? Alter, Gewicht, Geschlecht der betreffenden Person, Vorerkrankungen der betroffenen Person.
  • Was? Substanz, Produkt (Informationen auf der Etikette, Gefahrensymbole), Pflanze oder Tier, das mit einer Vergiftung in Verbindung gebracht wird; wenn möglich Foto machen.
  • Wieviel? Versuchen Sie, die maximal mögliche aufgenommene Menge abzuschätzen.
  • Wann? Versuchen Sie, die seit dem Vorfall verstrichene Zeit abzuschätzen.
  • Was noch? Erste beobachtete Symptome? Erste getroffene Massnahmen?
  • Wo? Telefonnummer für Rückruf und Ort, wo sich die betroffene Person befindet.
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