Schweizerischer Samariterbund
Schweizerischer Samariterbund
Martin-Disteli-Strasse 27
4601 Olten
Telefon 062 286 02 00
Fax 062 286 02 02
office@samariter.ch

Schütteltrauma


Allgemeines und Ursachen

Ein Säugling kann schreien, weil er versucht, sein Unbehagen auszudrücken. Es ist nicht immer einfach zu verstehen, was das Weinen bedeutet: nasse Windeln, Hunger, Bauchschmerzen, das Bedürfnis, in den Arm genommen oder getröstet zu werden. Ein gesunder Säugling kann zwei bis drei Stunden pro Tag weinen, zuweilen am Tag und in der Nacht. Wenn ein Kind ununterbrochen schreit, kann das zu einer Überforderung der Betreuenden führen. Das Schütteln eines Menschen als Ausdruck von Ärger und Aggression ist ein leicht nachzuvollziehender Impuls. Viele wissen aber nicht, dass das Schütteln von Säuglingen und Kleinkindern verheerende Folgen hat. Durch die wenig ausgebildete Nackenmuskulatur und einen im Verhältnis zum Körpergewicht schweren Kopf können Säuglinge und Kleinkinder, die geschüttelt werden, diesen nicht genügend stabilisieren. Der Kopf schlägt nach vorne und hinten und wird in den Extrempositionen abrupt gebremst. Diese Mechanismen können sowohl zu Blutungen zwischen dem Schädelknochen und dem Gehirn als auch im Gehirn selber führen. Nur mit erheblicher Kraft ausgeführte Schüttelbewegungen führen zu Hirnschädigungen, dabei genügen aber wenige Auslenkungen des Kopfes in die Extrempositionen. Das sanfte Wiegen eines Kindes zu dessen Beruhigung hinterlässt keine Schäden.

Symptome

  • Krampfanfälle
  • Bewusstseinsstörungen
  • Teilnahmslosigkeit
  • Erbrechen
  • Vorgewölbte Fontanelle
  • Atemaussetzer
  • Blutergüsse an Oberarmen oder Brustkorb

Erste Hilfe
  • Alarmieren bei Bewusstseinsstörung
  • Bei Bewusstlosigkeit: Vorgehen nach ABCD-Schema

Prophylaxe
  • Bei starken Belastungsfaktoren und Überforderung Hilfe suchen

Partner
  • Logo Zewo
  • Rettungsorganisation des SRK Logo Schweizerisches Rotes Kreuz