Schweizerischer Samariterbund
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Schädel-Hirn-Verletzungen beim Kind

Allgemeines und Ursachen

Eine Schädelverletzung entsteht durch einen Sturz auf den Kopf oder durch direkte Gewalteinwirkung. Ein solches Ereignis kann entweder nur zu einer Schädelprellung, einer leichten Schädel-Hirn-Verletzung – Gehirnerschütterung oder einer schweren Schädel-Hirn-Verletzung – sichtbare Hirnschäden in der Bildgebung (Computertomografie) – führen.

Bei Säuglingen und Kleinkindern besteht eine enge Beziehung zwischen den Hirnhäuten und dem Schädelknochen mit vielen Gefässverbindungen. Es besteht auch noch eine mangelhaft ausgebildete Abwehrreaktion und eine schwache Kopfhaltemuskulatur. Deshalb kommt es häufig zu einer Kopfverletzung mit einer Hirnblutung, ohne dass ein Schädelbruch vorliegen muss. Symptome einer schweren Schädel-Hirn-Verletzung können bis 24 Stunden nach dem Ereignis auftreten. Halswirbelverletzungen können begleitend auftreten. Seit das Helmtragen populär geworden ist, sind schwere Schädel-Hirn-Verletzungen seltener geworden.

Symptome

  • Gedächtnislücken von kurzer oder langer Dauer: je jünger das Kind, desto schwieriger feststellbar
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Aggressivität
  • Grössenunterschied der Pupillen
  • Seh-, Gleichgewichts- und Sensibilitätsstörungen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Bewusstseinsverlust, auch von kurzer Dauer
  • Krampfanfälle
  • Eventuell Wunde im Bereich der Schädeldecke
  • Delle oder Beule am Schädel
  • Bei Säuglingen vorgewölbte Fontanelle
  • Wässerige Blutungen aus Nase, Mund oder Ohr
  • Bluterguss und Schwellung hinter einem Ohr
  • Entstehende Blutergüsse um die Augen, Brillenhämatom ein- oder beidseitig


Erste Hilfe

  • Bei auftretenden Symptomen Arzt aufsuchen
  • Alarmieren bei Bewusstseinsstörung
  • Arzt aufsuchen bei:
    - Säuglinge unter 3 Monaten
    - Halsschmerzen
    - Schluckbeschwerden
  • Genaues regelmässiges Beobachten über 24 Stunden und auf Symptome prüfen: Ist das Kind weckbar?
  • Bei Bewusstlosigkeit Vorgehen nach BLS-AED-Schema
  • Bei Erbrechen «en bloc» zur Seite drehen – Schutz der Wirbelsäule
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