Schweizerischer Samariterbund
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Samaritervereine für die Jugendarbeit gewinnen

 
Eine reichhaltige Palette von Ideen und Gedanken zur Förderung der Jugendarbeit resultierte aus einer Gruppenarbeit am ersten Tag der Herbstkonferenz. Im Vordergrund stand die Frage was zu tun ist, damit sich die Samaritervereine mit Freude und Lust an das Thema "Jugendarbeit" heranwagen.

Einer der Schwerpunkte in der Strategie 2012 des Samariterbunds ist die Förderung der Jugendarbeit. Konkret soll die Anzahl der Help Samariterjugend-Gruppen von heute 100 auf 150 und die Anzahl der Help-Mitglieder von 2000 auf 3000 gesteigert werden. Das Papier enthält bereits verschiedene Massnahmen für alle drei Verbandsebenen (Samaritervereine – Kantonalverbände – Zentralorganisation) zur Umsetzung.
 
Erfahrungspotential vorhanden
Mit wenigen Ausnahmen bestehen in jedem Kantonalverband bereits Help-Gruppen, zur Zeit insgesamt 107, oder es wird Jugendarbeit in anderer Form gemacht. Es ist demnach bereits das Wissen und die Erfahrung vorhanden wie der Einstieg in die Jugendarbeit gelingen kann, und darauf gelte es aufzubauen, erklärte Zentralvorstandsmitglied Bernadette Bachmann.
 
Gemeinsam den Zielen näher kommen
In den verschiedenen Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit viel Interesse und Engagement.  Die Vertreterinnen und Vertreter der Kantonalverbände sowie der Help Samariterjugend setzten sich mit der Bedeutung der Jugendarbeit für den SSB auseinander. Sie tauschten Erfahrungen aus und skizzierten praktische Möglichkeiten für den Auf- und Ausbau der Jugendarbeit auf Stufe Samariterverein. Sie zeigten, was aus ihrer Sicht die Samaritervereine aus eigener Kraft tun können, wo der Kantonalverband unterstützend wirken kann und welchen Beitrag die Zentralorganisation leisten sollte, so dass man gemeinsam den Zielen der Jugendförderung näher kommen kann.
 
Mehr attraktive Angebote für die Jugend
Die verschiedenen Flip-Chart-Plakate wie die Rückmeldungen im Plenum waren denn auch entsprechend vielfältig. Es wurde unter anderem ein "Sami-Award" für die Auszeichnung guter Jugendprojekte vorgeschlagen. Oder andere Teilnehmer postulierten, dass auf Stufe Kantonalverband eine Person die Verantwortung für die Jugendarbeit übernehmen müsste. Zudem wurden attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche und mehr regionale Zusammenarbeit angeregt.
 
Alle waren sich einig: die Gruppendiskussion und der Erfahrungsaustausch waren sehr wertvoll. Viele Anregungen, Tipps und Ideen können nun in den Vereinen aufgenommen werden.



St. Gallen und Fürstentum Liechtenstein
 
"Wir betreiben Jugendförderung sehr intensiv"
 
Die Redaktion traf in einer Pause der Herbstkonferenz den Präsidenten des Samariterverbandes St. Gallen/Fürstentum Liechtenstein, Hansueli Geisser. Nachfolgend die Zusammenfassung des Gesprächs zum Thema Jugendförderung:
Das kommt nicht von ungefähr. Hansueli Geisser legt  seit jeher ein grosses Gewicht auf die Förderung der Jugendarbeit. Dies sei enorm wichtig, findet Geisser. Der Verband wolle den Samaritergedanken weiter tragen und in diesem Sinne auch das Erste-Hilfe-Wissen ins Bewusstsein der Jungen bringen, immer im Blick auf die Zukunft und auch den Nachwuchs im Verein.
 
Hansueli Geisser erklärte: "Wir betreiben Jugendförderung sehr intensiv. Der gesamte Vorstand steht dahinter. Eine besondere Arbeitsgruppe beschäftigt sich nur mit diesem Thema. Zudem wirkt auch bei uns ein Kantonaler Verantwortlicher für Jugendarbeit, bereits seit Jahren."
 
Jugend zeitlich nicht überfordern
Der Verband unterstützt die Vereine ideell und finanziell im Blick auf die Gründung und den Betrieb von Helpgruppen. Wichtig ist – so Hansueli Geisser – "dass man die Jugend nicht zeitlich überfordert". Man sollte die Jugendlichen nicht ganze Tage beanspruchen, sondern im Monat höchstens etwa zwei Stunden, damit sie auch noch von anderen Freizeitangeboten profitieren können.
 
Helpis drängen auf Mitgliedschaft
Der Samaritergedanke bleibe auch bestehen, wenn die Jugendlichen später nicht unbedingt Vereinsmitglieder würden. Aber, es gebe auch Helpis, die geradezu darauf drängen, Mitglieder des Vereins zu werden: "So konnten wir in den vergangenen Jahren gegen 60 Jugendliche gewinnen, die von der Help her den Weg in den Verein gefunden haben. Auf allen Kaderstufen des Verbandes und der Vereine sind heute Frauen und Männer anzutreffen, die früher einmal einer Helpgruppe angehörten."
 
Der Samariterverband St.Gallen/Fürstentum Liechtenstein organisiert auch verbandsinterne Informationsveranstaltungen für Vereine, die sich für die Förderung der Jugendarbeit interessieren. Dazu  wurde ein Leitfaden erarbeitet, der dem Verein genau aufzeigt, was er alles tun muss, von der ersten Idee, Jugendarbeit zu betreiben bis hin zur Gründung einer Help-Gruppe.      Kurt Venner

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