Schweizerischer Samariterbund
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Präsidentenkonferenz 2012: Teil 3

Bericht über die Konferenz der Kantonalverbandspräsidenten 2012

Nottwil, 10. und 11. März

Übersicht

 
Nothilfekursangebot modernisieren, Sammlung optimieren

Mit der Möglichkeit, Teile des Kurses zu Hause am PC absolvieren zu können, und mit effizienterer Kurskoordination sollen die Nothilfekurse der Samaritervereine wieder mehr Teilnehmer anziehen. Die Verbandspräsidenten begrüssten die Vorwärtsstrategie des SSB im Kurswesen ebenso wie die Vorschläge zur Optimierung der Samaritersammlung.

Ab Anfang 2013 wird der SSB neben dem bisherigen Nothilfekurs mit zehn Präsenzstunden einen "Tages-Nothilfekurs" ausschreiben. Dieser wird genau die gleichen Inhalte vermitteln, wie der bisherige Kurs, doch können die Teilnehmer den drei Stunden umfassenden theoretischen Teil des Kurses am PC – also zu Hause oder unterwegs – absolvieren. Die praktischen Inhalte werden ihnen im siebenstündigen Präsenzkurs vermittelt werden.

Vom Stoff her gibt es im Kurs keine Veränderungen, die Kursleiter werden einzig einen neuen Prozessplan erhalten. Am Schluss erhalten die Teilnehmer die gleiche Kursbestätigung, wie die Absolventen des konventionellen Kurses. Schon im Frühjahr will der SSB das neue Konzept "eLearning im Nothilfekurs" in Pilotkursen prüfen.

Detailliertes Konzept vorgestellt

Das von Roland Marti, Leiter des Bereichs Bildung und Beratung im SSB, vorgestellte Projekt stiess bei den Präsidenten der Kantonalverbände auf breite Zustimmung. Nicht zuletzt, weil auch viele Detailfragen bereits geklärt sind: Das zuständige Bundesamt für Strassen (ASTRA) steht der neuen Form des Kurses grundsätzlich positiv gegenüber. Dieses ist in die weitere Ausarbeitung des Online-Kursangebots eingebunden. Geregelt ist das Inkasso für das eLearning. Es ist sicher gestellt, dass nicht Drittpersonen, den Online-Teil für den eigentlichen Kursteilnehmer absolvieren können usw.

Die neuen "Tageskurse" sollen den Nothilfekurs für die Jugendlichen attraktiver machen und dazu beitragen, den Marktanteil am Nothilfekurs zu erhöhen. Sie sollen also die „klassischen“ Nothilfekurse der Samaritervereine nicht konkurrenzieren. Dazu braucht es jedoch Veränderungen im Kursangebot und im Kursmarketing. Auf Anfang 2013 wird der SSB mit Werbemassnahmen in den Medien der Jugendlichen präsent sein. Doch entscheidende Anstrengungen müssen von den Samaritervereinen und Kantonalverbänden angepackt werden:

  • Effiziente Kurskoordination und Aufbau eines dichten Kursangebotes für alle Monate in allen Regionen
  • Ausschreibung aller Kursangebote auf der Kursplattform www.redcross-edu.ch (siehe Rundmail vom 7. März)
  • Schaffung von zentralen Stellen für die Kursorganisation und die Kursanmeldung

Damit das Kursmarketing in den Samaritervereinen und Kantonalverbänden genügend Aufmerksamkeit erhält, besuchen in diesem Jahr alle Kurs- und Technischen Leiter SSB im Rahmen der Obligatorischen Vereinskader-Weiterbildung einen Workshop zum Thema "Erfolgsfaktoren im Kursmarketing“.

Wachstumsstrategie für die Samaritersammlung

Eine Projektgruppe zur Neukonzeption der Samaritersammlung hat dem Zentralvorstand - was die bisherigen Sammlungsarten (Konto-, Listen- und Strassensammlung) betrifft keine grundlegenden Veränderungen unterbreitet. Diese sollen beibehalten werden. Sie will aber die bewährte Publikumssammlung der Samaritervereine in einigen Punkten effizienter gestalten. Deshalb wurde eine Wachstums-Strategie gewählt.

Die vom Zentralvorstand unterstützten Vorschläge stiessen bei den Verbandspräsidenten weitgehend auf Unterstützung. Zu diskutieren bleibt die Verteilung der vom SSB direkt eingenommenen Spenden.

  • Ein grosses Potential sieht die Projektgruppe in der Strategie der "weissen Flecken". Diese sieht vor, dass in Gemeinden, wo kein Samariterverein sammelt, nach Absprache entweder ein Nachbarverein, der Kantonalverband oder der SSB die Sammlung durchführt. Heute beteiligen sich rund 1‘000 Samaritervereine an der Sammlung. Die Schweiz zählt jedoch gegen 2500 Gemeinden. Somit liegt es auf der Hand, dass in vielen Orten während der offiziellen ZEWO-Sammlungszeit keine Samaritersammlung durchgeführt wird. Hier sieht man ein grosses Entwicklungspotenzial.
  • Künftig soll der SSB, ebenfalls nach Absprache mit den Samaritervereinen und Kantonalverbänden, die 3000 bis 5000 grössten Firmen der Schweiz mit Spendenbriefen angehen dürfen. Diesbezüglich sieht sich die Projektgruppe noch mit grösserem Koordinations- und Klärungsaufwand konfrontiert.

Die Projektgruppe  hat das Ziel, dem Zentralvorstand bis im Oktober ein Konzept für die Strategie der „weissen Flecken“ vorzulegen. An der Herbstkonferenz 2012 werden die Kantonalverbände über den Stand und das weitere Vorgehen informiert.

Eugen Kiener

Partner
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  • Rettungsorganisation des SRK Logo Schweizerisches Rotes Kreuz