Schweizerischer Samariterbund
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Präsidentenkonferenz 2012: Teil 1

Bericht über die Konferenz der Kantonalverbandspräsidenten 2012

Nottwil, 10. und 11. März

Übersicht

Bald 125-jährig, aber voller Dynamik

Neue finanzielle Mittel für die Verbandsarbeit der Zentralorganisation, neue Lernformen und kundengerechtere Kursangebote, mehr Effizienz bei der Samaritersammlung: Die Präsidenten der Kantonalverbände unterstützten an ihrer Frühjahrskonferenz die Vorwärtsstrategie des SSB.

"Der Schweizerische Samariterbund ist bald 125-jährig, aber noch voller Dynamik", erklärte Zentralpräsidentin Monika Dusong am Ende der zweitägigen Konferenz in Nottwil. Sie habe bei den Vertretern der Kantonalverbände viel Energie und Offenheit für die neuen spannenden Projekte gespürt. Dies stimme sie zuversichtlich, "denn der SSB steht vor grossen Herausforderungen."

Bevor sie sich mit den neuen Projekten auseinandersetzten, besprachen die Versammelten traditionsgemäss die Geschäfte der Abgeordnetenversammlung (AV). Diese wird am 16. Juni im luzernischen Wauwil stattfinden.

Beiträge entsprechend der Einwohnerzahl

An der AV werden die Delegierten über einen Antrag zur Finanzierung der Verbandsarbeit der Zentralorganisation abstimmen. Dieser sieht vor, dass jeder Kantonalverband jährlich einen Mitgliederbeitrag von 3 bis 8 Rappen pro Einwohner seines Verbandsgebietes an die Zentralorganisation entrichtet. Aufgrund der Diskussion unter den Verbandsvertretern wird die Neuerung vorerst auf vier Jahre beschränkt.

Um die grossen Einnahmeausfälle aus denNot-Kursabgaben der Samaritervereine zu kompensieren, benötigt die Zentralorganisation eine neue Finanzquelle, um ihre Dienstleistungen für die Samaritervereine und die Katnonalverbände weiterhin erbringen zu können. Darüber waren sich die Vertreter der Kantonalverbände schon bei ihrem letzten Treffen im November einig geworden. Diskutiert wurde nur noch über die Berechnungsgrundlage der Verbandsbeiträge.

Die Vertreter der Samariterverbände Genf und beider Basel wehrten sich vergeblich gegen die Berechnung aufgrund der Einwohnerzahl. Sie argumentierten, dass die Samariter in ländlichen Gegenden viel leichter Mitglieder, Spender und Kursteilnehmer finden könnten als Vereine in grossstädtischen Regionen.

Ausgeglichene Rechnung dank einmaliger Effekte

Von den übrigen Geschäften der AV interessierte vor allem der Abschluss der Jahresrechnung 2011 des SSB. Obwohl die Einnahmen des SSB aus den Kursabgaben um 700'000 Franken hinter dem Budget zurück blieben, konnte Dieter Göldi, Finanzfachmann des Zentralvorstandes, in Nottwil eine ausgeglichene Rechnung - Aufwendungen und Erträge von je 9,6 Millionen Franken - vorweisen.

Dieter Göldi betonte, dass der Rechnungsausgleich nur dank einmaligen Effekten möglich war. Für eine Verbesserung der Rechnung von je rund 200'000 Franken sorgten die Auflösung einer nicht mehr benötigten Rückstellung der Pensionskasse Olten, die Erhöhung der Gesuches für das asa-Projekt an die Humanitäre Stiftung des SRK und schliesslich die grosszügige Defizitgarantie des SRK. Ohne diese positiven Effekte hätte der SSB ein Defizit von 594'000 Franken verkraften müssen.

Rahmenbudget 2013 mit Defizit und Unsicherheiten

Mit einem Defizit von 160'000 Franken rechnet das Rahmenbudget 2013, das ebenfalls Dieter Göldi präsentierte. Dieses Ergebnis kann aber nur erreicht werden, wenn die neuen Beiträge der Kantonalverbände von den Abgeordneten gutgeheissen werden und der SSB den Verbänden 4 Rappen pro Einwohner verrechnen kann. Auf gutem Weg, aber noch nicht definitiv gesichert, ist der Beitrag des Bundes von 200'000 Franken für die Leistungen des SSB im Koordinierten Sanitätsdienst.

An der AV im Juni werden die Delegierten über ein neues, moderneres und leichter lesbares Leitbild entscheiden. Der von Stephan Guggisberg vorgestellte Entwurf des Zentralvorstandes fand bis auf wenige redaktionelle Details die Zustimmung der Verbandsvertreter.

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