Schweizerischer Samariterbund
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Präsidentenkonferenz 2010: Abhängigkeit von Kursabgaben verringern

Finanzierungskonzept und kundengerechtes Kurswesen

Wie die Rechnung 2009 gezeigt hat, ist die Abhängigkeit von den stark schwankenden Kursabgaben für die Zentralorganisation ein Risiko. An ihrer Konferenz vertieften die Präsidenten der Kantonalverbände die im Herbst gestartete Diskussion um das Finanzierungskonzept des SSB.

Vizepräsidentin Bernadette Bachmann eröffnete die Sequenz, indem sie die wichtigsten Erkenntnisse rund um das Kurswesen in Erinnerung rief: Früher waren die Samaritervereine in weiten Teilen der Schweiz alleinige Anbieter von Nothilfekursen. Heute gibt es fast überall Konkurrenz. Um in einem Konkurrenzgeschäft erfolgreich zu bestehen, muss man marktgerecht auftreten. „Konkurrenzfähiges Handeln“ passt aber nicht unbedingt zu einem Verein, der sich als Kreis gleichgesinnter Freunde versteht.

Bernadette Bachmann stellte die Frage: „Warum trennen wir das kommerzielle Kursgeschäft nicht vom geselligen Vereinsleben?“ Die Kurse könnten von regionalen Kurszentren angeboten werden. Für den einzelnen Samariterverein würde dies eine starke Entlastung bedeuten.

Gegenwärtig deckt die Zentralorganisation gut ein Viertel des Verbandsbetriebes mit Kursabgaben aus dem Nothilfekurs. Die Verbandspräsidenten diskutieren gruppenweise Ideen für andere Abgaben und Einnahmequellen. Wenig Unterstützung fand der Vorschlag, von jedem Samariterverein eine Einheitsabgabe von 250 Franken zu verlangen und im Gegenzug die Kursabgaben zu reduzieren. Allgemein wurde befürchtet, dass dies für die kleinen Samaritervereine nicht tragbar wäre. Mehr Anklang, namentlich in der Westschweiz, fand die Idee die Kursabgaben um 7 Franken zu reduzieren und stattdessen von jedem Kurs- und Technischen Leiter einen Jahresbeitrag von 100 Franken einzuziehen.

Bei der Verbesserung des Marktauftrittes im Kurswesen erkannten die Verbandspräsidenten die Zentralisierung der Kursanmeldestellen als wichtige Voraussetzung. Diese bringt einerseits ausgelastete Kurse, mehr Kurseinnahmen, höhere Marktanteile und ein besseres Image. Andererseits entlastet dies die einzelnen Vereine punkto Arbeit und Kosten.


Berichte zur Konferenz der Kantonalverbandspräsidenten

  1. Übersicht, Präsentationen
  2. Vorbesprechung der Geschäfte der Abgeordnetenversammlung
  3. Finanzierungskonzept und kundengerechtes Kurswesen
  4. Vernetzung, 125-Jahr-Jubiläum, Ehrungen
  5. Bilder
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