Schweizerischer Samariterbund
Schweizerischer Samariterbund
Martin-Disteli-Strasse 27
4601 Olten
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Der Samariterbund und Olten


Die Geschichte des Schweizerischen Samariterbundes (SSB) ist eng mit der Stadt Olten verbunden. Seit 1912 hat die Dachorganisation der Samariter hier ihren Sitz.

Nach der Gründung des Samariterbundes im Jahre 1888 führte jeweils ein Samariterverein drei Jahre als Leitungssektion die Geschäfte des Samariterbundes. 1912 übernahm der Samariterverein Olten diese Aufgabe. 1915 und 1918, zur Zeit des Ersten Weltkriegs schien ein Wechsel nicht angebracht. Man übertrug den Oltner Samaritern die Geschäftsstelle für jeweils weitere drei Jahre.

In jener Zeit nahmen die Geschäfte einen Umfang an, der nicht mehr von einem kleinen Kreis ehrenamtlicher Mitglieder bewältigt werden konnte. 1920 beschloss die schweizerische Abgeordnetenversammlung, eine ständige Geschäftsstelle zu schaffen. Als Verbandssekretär wurde der damalige Zentralpräsident, Arnold Rauber, Olten, gewählt. Er amtierte bis zu seinem Tod im Jahr 1932 als Zentralsekretär. In seinem Haus an der Oberen Hardegg in Olten nahm das Sekretariat am 1. Mai 1921 seine Tätigkeit auf.

Da die Zahl der Samaritervereine ständig wuchs und sich die Arbeit mehrte, genügten diese Räume bald nicht mehr. Eine auf 11. April 1937 in Olten einberufene ausserordentliche Abgeordnetenversammlung beschloss den Bau eines eigenen Verwaltungsgebäudes in Olten. Gleichzeitig wurde Olten zum Sitz des Schweizerischen Samariterbundes erklärt. Bereits am 26. April erfolgte für den Bau an der Martin-Disteli-Strasse der erste Spatenstich und am 21. März 1938 konnten die im Parterre eingerichteten Büros bezogen werden. Wenige Tage später zogen die ersten Mieter in die darüberliegenden Wohnungen. Der Bau hatte knapp 200'000 Franken gekostet.

Ausbau in den siebziger Jahren

Einen grösseren Wachstumsschub erlebte die Samariterorganisation in den siebziger Jahren. Die stark wachsende Zahl von Verkehrs- und Freizeitunfällen liess den Bedarf an Erste-Hilfe-Ausbildungen stark ansteigen. Nie zählten die Samaritervereine so viele Mitglieder wie in jenen Jahren. Zusätzlich verpflichtete der Bundesrat Fahrausweisbewerber 1977 zum Besuch eines Nothilfekurses. Die Aufgaben und die Zahl der Mitarbeiter der Geschäftsstelle mehrten sich laufend.

Obwohl sich das Sekretariat inzwischen auf drei Etagen ausgedehnt hatte, genügte der Platz im SSB-Gebäude nicht mehr. So beschloss der Zentralvorstand 1975 das SSB-Geschäftshaus um einen Anbau zu erweitern, der im April 1976 eingeweiht werden konnte. Im folgenden Jahr verlegte der Samariterbund zudem sein Warengeschäft in ein Lagergebäude im Oltner Industriequartier.

Schon nach 25 Jahren bedurfte die Fassade dieses Anbaus dringend einer Sanierung. Dazu kam der Wunsch nach einem grösseren Sitzungszimmer und zusätzlichen Arbeitsplätzen. So entscheid sich der SSB-Zentralvorstand im Frühjahr 2000 den Anbau zu sanieren und zu erweitern. Im Februar 2001 konnten die erneuerten Räumlichkeiten bezogen werden.

Attraktiver Arbeitgeber

Heute beschäftigt die Geschäftsstelle der Samariter über 40 Personen in Voll- oder Teilzeitpensen. Das vielfältige Stellenangebot des SSB umfasst interessante Tätigkeiten in den Bereichen Ausbildung, Verkauf, Lager, Marketing, Finanzen, Administration, Kommunikation usw. Dank der Nähe zum Bahnhof Olten ist der SSB für Pendler aus weiten Teilen des Mittellandes ein attraktiver Arbeitgeber.   Eugen Kiener