Schweizerischer Samariterbund
Schweizerischer Samariterbund
Martin-Disteli-Strasse 27
4601 Olten
Telefon 062 286 02 00
Fax 062 286 02 02
office@samariter.ch

Die Samariter setzen seit 100 Jahren auf Olten

Immer mehr Organisationen lassen sich in Olten nieder, um von der zentralen Lage der Aarestadt zu profitieren. Bereits seit 100 Jahren hier ansässig ist der Schweizerische Samariterbund.

Mit ihren 40 Voll- und Teilzeitstellen ist die Geschäftsstelle der Samaritervereine auf dem Platz Olten ein beachtlicher, solider Arbeitgeber. Das vielfältige Stellenangebot des SSB umfasst interessante Tätigkeiten in den Bereichen Ausbildung, Verkauf, Lager, Marketing, Finanzen, Administration und Kommunikation. Seit 2011 ermöglicht das Zentralsekretariat, wie schon in früheren Jahren, einem künftigen Kaufmann den Einstieg ins Berufsleben. Geleitet wird das Zentralsekretariat seit 2010 von der Oltnerin Regina Gorza.
Der Grossteil der SSB-Angestellten arbeitet im verbandseigenen Bürogebäude an der Martin-Disteli-Strasse. Dank der Nähe zum Bahnhof Olten ist der SSB für Pendler aus weiten Teilen des Mittellandes ein attraktiver Arbeitgeber. Einige Mitarbeiter aus den Bereichen Verkauf und Lager sind in zugemieteten Räumen an der Haslistrasse 72 tätig.

Seit 1912 in Olten

Nach der Gründung des Samariterbundes im Jahre 1888 führte jeweils ein Samariterverein drei Jahre als Leitungssektion die Geschäfte des Samariterbundes. 1912 übernahm der Samariterverein Olten diese Aufgabe. 1915 und 1918, zur Zeit des Ersten Weltkriegs, schien ein Wechsel nicht angebracht. Man übertrug den Oltner Samaritern die Aufgaben einer Geschäftsstelle für jeweils weitere drei Jahre.
Im Jahr 1912, als Olten erstmals zur Leitungssektion gewählt worden war, zählte die noch nicht 25-jährige Samariterbewegung in der Schweiz bereits 263 Vereine mit 11 368 Aktiven. Während des Ersten Weltkriegs und der Grippeepidemie von 1918 waren die Dienste der Samariter sehr gefragt. In vielen Gemeinden wurden weitere Samaritervereine gegründet, so dass die Organisation bis 1920 auf 393 Vereine mit 17 841 Aktiven anstieg.

1921 ständige Geschäftsstelle eingerichtet

Dem starken Wachstum entsprechend vermehrten sich die Geschäfte, die von den ehrenamtlichen Mitgliedern der Leitungssektion Olten zu bewältigen waren. Deshalb beschloss die schweizerische Abgeordnetenversammlung 1920, eine ständige Geschäftsstelle zu schaffen.

Als Verbandssekretär wurde der damalige Zentralpräsident, Arnold Rauber, gewählt. Er amtierte bis zu seinem Tod im Jahr 1932 als Zentralsekretär. In seinem Haus an der Oberen Hardegg in Olten nahm das Sekretariat am 1. Mai 1921 seine Tätigkeit auf.
Da die Zahl der Samaritervereine weiter wuchs und sich die Arbeit mehrte, genügten diese Räume  bald nicht mehr. Eine auf 11. April 1937 in Olten einberufene ausserordentliche Abgeordnetenversammlung beschloss den Bau eines eigenen Verwaltungsgebäudes in Olten. Gleichzeitig wurde Olten offiziell zum Sitz des Schweizerischen Samariterbundes erklärt. Bereits am 26. April erfolgte für den Bau an der Martin-Disteli-Strasse der erste Spatenstich und am 21. März 1938 konnten die im Parterre eingerichteten Büros bezogen werden. Wenige Tage später zogen die ersten Mieter in die darüber liegenden Wohnungen (s. auch «samariter» 10/12).

Nothilfekurs wird obligatorisch

Einen Wachstumsschub erlebte die Samariterorganisation in den siebziger Jahren. Die stark  wachsende Zahl von Verkehrs- und Freizeitunfällen liess den Bedarf an Erste-Hilfe-Ausbildungen stark ansteigen. Zusätzlich verpflichtete der Bundesrat im Jahr 1977 Fahrausweisbewerber zum Besuch eines Nothilfekurses. Nie mehr zählten die Samaritervereine so viele Mitglieder wie in jenen Jahren. Ihren Höchststand erlebte die Bewegung 1977 mit 66 794 aktiven Samariterinnen und Samaritern.
Die grosse Mitgliederbasis und die Nachfrage nach Kursen liessen die Zahl der Mitarbeiter des Zentralsekretariats anwachsen. Neue Anforderungen an die Geschäftsstelle resultierten aber auch aus den Entwicklungen in Gesellschaft und Technik. Anstrengungen in der Kommunikation und im Marketing wurden wichtiger. Fortschritte in der Notfallmedizin erforderten häufigere Anpassungen in den Schulungsunterlagen. Regelmässig kamen neuartige Geräte und Materialien für den Einsatz in der Nothilfe auf den Markt.

Beliebter Tagungsort

Obwohl sich das Sekretariat inzwischen auf drei Etagen ausgedehnt hatte, genügte der Platz im SSB-Gebäude nicht mehr. So beschloss der Zentralvorstand 1975, das SSB-Geschäftshaus um einen Anbau zu erweitern, der im April 1976 eingeweiht werden konnte. Im Jahr 2000 wurde dieser Anbau saniert und nochmals leicht erweitert. Der ursprüngliche Altbau erfuhr in den Jahren 2011 und 2012 eine gründliche Sanierung.
Nicht nur die Tatsache, dass der Verband hier seinen Sitz hat, sondern auch die zentrale Lage führen dazu, dass der SSB Olten oft als Durchführungsort für seine Sitzungen und Veranstaltungen wählt. So wird die Jubiläumsabgeordnetenversammlung am 15. Juni in der Oltner Stadthalle durchgeführt werden.

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