Schweizerischer Samariterbund
Schweizerischer Samariterbund
Martin-Disteli-Strasse 27
4601 Olten
Telefon 062 286 02 00
Fax 062 286 02 02
office@samariter.ch

Ohne Zweifel eine attraktive "Braut" für den SSB

 
Interview mit Marcel Walser, Stab TCS Assistance, Ausbildung & Marketing

Weshalb ist der Touring Club der Schweiz (TCS) mit 1,6 Millionen Mitgliedern mit dem Schweizerischen Samariterbund (SSB) eine mehrjährige Sponsoringpartnerschaft eingegangen?
MW: Der TCS ist einem Markt mit Mitbewerbern ausgesetzt. Wir wollen deshalb neben unseren Kerngeschäften wie dem Pannendienst oder dem ETI Schutzbrief neue Aktivitäten für unsere Mitglieder und Kunden bereitstellen. Dazu wollen wir unsere Kompetenz in Zusammenarbeit mit starken Partnern ausbauen. Ein wichtiger Partner davon wird nun der SSB sein.
 
Wie erfolgt beim TCS die Auswahl eines Partner? Was gab für den SSB den Ausschlag?
MW: Die Auswahl der Partner wird nach strengen Kriterien vorgenommen. Der TCS ist ja in erster Linie kein gewinnorientiertes Unternehmen, obwohl natürlich ohne Gewinnerwirtschaftung nicht in die Zukunft investiert werden kann. Vielmehr wollen wir unsere erwirtschafteten Mittel zu Gunsten unserer Mitglieder und Kunden (zum Wohle aller Mobilitätsteilnehmer) wieder einsetzen. Der SSB entspricht in seiner Ausrichtung und der ethischen Grundhaltung einem vorzüglichen Partner und ist vergleichbar mit der bestehenden Partnerschaft zur REGA. Man kann also sagen, dass unsere gemeinsame Ausrichtung und unsere gemeinsamen Interessen für diese Partnerschaft ausschlaggebend waren.

Welche konkreten Ziele verfolgt der TCS mit dem SSB?
MW: Wir können mit dem SSB zusammen Marktanteile sichern und ausbauen. Dazu wollen wir unsere Mitgliederstruktur mit dem zukunftsträchtigen Jugendsegment erweitern und verstärken. Die heutigen Jugendlichen sollen die Angebote des TCS früh nutzen und von den Vorteilen einer (vor der Türe stehenden) speziellen Jugendmitgliedschaft profitieren können. Die Nothilfekurse des SSB und seiner dezentralen Samaritervereine sind natürlich eine attraktive Einstiegsplattform für die Promotion z.B. unserer Zweiphasenkurse. Dabei können wir auch gleich unsere künftige Jugendmitgliedschaft vorstellen.

In welchen Bereichen können der Samariterbund, seine Kantonalverbände und Vereine vom TCS profitieren?
MW: Ohne Zweifel ist der TCS für den SSB eine attraktive "Braut". Wir sind in der Bevölkerung verankert und jedes Kind kennt den TCS. Als "Mitgift" bringen wir den 20 mal im Jahr erscheinenden Touring als Kommunikationsplattfom ein, welcher mit einer Auflage von rund 1,4 Mio Exemplaren und einer Mehrfachleserate für Werbebotschaften des SSB prädestiniert sein wird. Unsere dezentrale Struktur mit den eigenständigen Sektionen lässt in der Zukunft weitere interessante Zusammenarbeitsformen zu. Ich denke, dass der "Lead" auf dem Markt mit den Nothilfekursen dank dem TCS weiterhin beim SSB verbleiben dürfte.

Zwischen dem TCS und dem SSB besteht bereits seit einigen Jahren eine Zusammenarbeit im Bereich der Patrouille TCS. Wie sieht diese aus?
MW: Der TCS beschäftigt rund 260 Patrouilleure in der ganzen Schweiz. Durch ihre Tätigkeit auf der Strasse sind diese "gelben Engel" oftmals als erste auf einer Unfallstelle, namentlich bei Vekehrsunfällen. Ganz im Sinne der Grundhaltung des TCS wollen wir auch in diesem Bereich für die Mobilitätsteilnehmer da sein: Jeder Patrouilleur wird in der Grundausbildung neben zahlreichen anderen Ausbildungen zum Samariter ausgebildet. Danach absolviert er alle zwei Jahre einen Wiederholungskurs, um auch wirklich auf dem neuesten Stand der Hilfeleistung zu sein.
 
Im langjährigen Mittel verzeichnen wir rund 100 Einsätze von Samariter-Patrouilleuren an Verkehrsunfällen je Jahr. Der Samariterverein TCS ist dem Kantonalverband Luzern angegliedert und unsere Patrouilleure werden durch Instruktoren des SSB aus- und weitergebildet. Ich selbst habe die Ehre, seit 2001 den Samariterverein TCS zu präsidieren.

Anlässlich der Herbstkonferenz der Kantonalverbände des SSB haben Sie den TCS auf sympathische Art und Weise vorgestellt. Der langanhaltende Applaus zeigte Ihnen, dass der TCS im Samariterbund herzlich willkommen ist. Wie haben Sie diesen Tag in Nottwil und die doch langen Vertragsverhandlungen persönlich erlebt?
MW: Danke für das freundliche Kompliment! Ich darf sagen, dass ich mich an der Herbstkonferenz des SSB wirklich wohl gefühlt habe. Unser kleines Team mit Thierry Lachat, Roland Winkler und mir wurde sehr freundlich aufgenommen. Ich habe unsere Zusammenarbeit während der ganzen Projektphase als ausserordentlich unkompliziert und effizient erfahren dürfen. Die ganze Projektarbeit während den letzten Monaten war geprägt von Vertrauen, selbst anpacken und einer klaren Zielorientierung. Diese Arbeitsweise hat nicht nur unsere beiden Unternehmungen weitergebracht, sondern auch neue Freundschaften entstehen lassen. Auf eine erfolgreiche weitere Zusammenarbeit freue ich mich sehr!

Partner
  • Logo Zewo
  • Rettungsorganisation des SRK Logo Schweizerisches Rotes Kreuz