Schweizerischer Samariterbund
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Neuausrichtung der Bergsamariterstiftung


Grosszügiger, aber auch strikter

Die Bergsamariterstiftung wird zur echten Partnerin des SSB: Sie hilft mit, die Strategie 2012 zu realisieren und stellt für mehr Kantonalverbände und Samaritervereine mehr Geld zur Verfügung.
 
Durch eine restriktive Vergabungspolitik konnte die Bergsamariterstiftung seit ihrer Gründung ein Kapital von mehr als 8 Millionen Franken äufnen. Deshalb ist sie in der Lage, in den Jahren 2008 und 2009 je CHF 200'000.- auszuschütten. Gestützt auf den Wortlaut der Statuten der Stiftung hat der dreiköpfige Stiftungsrat entschieden, dass zukünftig Samaritervereine aus den Regionen der Alpen, der Voralpen und des Jura beitragsberechtigt sind, sofern sie – in der Regel – auf mindestens 800m ü. M. (nicht wie bisher 1'000m ü. M.) gelegen sind.
 
Echte Partnerschaft mit dem SSB
 
Die "Grundsätze der Gewährung finanzieller Beiträge", die vorerst für zwei Jahre gültig sein werden, sehen vor, dass die Stiftung finanzielle Beiträge gewährt für Aktivitäten und Projekte, die darauf abzielen, die ersten drei Hauptstossrichtungen der Strategie 2012 des SSB zu verwirklichen, also das Samariterwesen in den Vereinen attraktiv zu gestalten, die landesweite Präsenz leistungsfähiger Samaritervereine zu gewährleisten und die Stellung der Samariter als Leader im Bereich der Ersten Hilfe durch Laien und als grösste Kursanbieter in diesem Sektor zu wahren.
 
Das "Aktionsprogramm 2008 – 2009 für die Gewährung finanzieller Beiträge" konkretisiert die Vergabungspolitik, indem für jede der drei genannten Hauptstossrichtungen aufgelistet wird, welche Arten von Aktivitäten und Projekten unterstützt werden: So will die Stiftung mithelfen, dass die Kantonalverbände eine Gruppe von Vereinskoordinatoren aufbauen können und ihnen die Möglichkeit verschaffen, für Vorstände von Samaritervereinen Schulungen anzubieten.
 
Weitere Unterstützungsbereiche sind z.B. Aktionen im Zusammenhang mit den Aktionswochen für Bevölkerungskurse oder Bemühungen zum Aufbau von Internet-Auftritten von Samaritervereinen.
 
Es ist zu erwarten, dass die Stiftung speziell positiv reagieren wird auf Vorhaben, bei denen mehrere Kantonalverbände oder Samaritervereine mit vereinten Kräften Ziele anpeilen.
 
Strikter

Beitragsgesuche werden in Zukunft fundierter begründet werden müssen als in der Vergangenheit und die Stiftung wird sich ausnahmslos vergewissern, dass die Verwendung der zur Verfügung gestellten Mittel der Beitragsgewährung entspricht. Zu diesem Zweck wurde ein neues Gesuchsformular kreiert, in welchem beschrieben werden muss, welchen Nutzen das geplante Vorhaben oder Projekt stiften soll. Ausserdem werden die Empfänger von Beiträgen einen Schlussbericht mit Ergebnissen und Erfahrungen sowie einer Abrechnung einzureichen haben.
 
Aus den Gesuchen muss erkennbar werden, dass die zu gewährenden Mittel effizient eingesetzt werden. Die Stiftung wird also nicht Hand bieten dazu, dass Samaritervereine sich dank zusätzlicher Mittel eigenbrötlerisch abschotten von Nachbarvereinen. Je grösser die Zielgruppe (z.B. der Bevölkerungszahl oder der Zahl aktiver Samariter/innen) einer zu finanzierenden Aktion und je nachhaltiger die angestrebte Wirkung eines Vorhabens, desto besser die Chancen eines Beitragsgesuchs. Je günstiger Aufwand und Ertrag einander gegenüber stehen und je mehr einem Gesuch Kooperationen zu Grunde liegen, desto eher werden Gelder fliessen.
 
Organisatorische Veränderungen
 
Nachdem der dreiköpfige Stiftungsrat der Bergsamariterstiftung während vieler Jahre unverändert zusammengesetzt war, kommt es nun innerhalb eines Jahres zu einer kompletten Erneuerung: Im Mai 2007 traten Dr. Hans Raaflaub als Vertreter des SSB und Henri Laufer als Präsident und Jurist des Stiftungsrates zurück und wurden durch Kooptation ersetzt durch Monika Dusong, Zentralpräsidentin des SSB und Antoine Rochat. Per Ende April 2008 wird auch Christophe Mercier als Bankier und Verantwortlicher für die Vermögensverwaltung im Stiftungsrat demissionieren und eine Nachfolge vorschlagen.
 
Der Stiftungsrat hat am 03.12.07 die "Grundsätze der Gewährung finanzieller Beiträge" und das Aktionsprogramm 2008 – 2009 verabschiedet und für Vergabungen je CHF 200'000.- freigegeben.
Die auf dem offiziellen Formular im Zentralsekretariat eintreffenden Gesuche werden, wenn alle notwendigen Unterlagen vorhanden sind, dem Subventionsausschuss der Finanzkommission des SSB zur Beurteilung vorgelegt. Damit wird gewährleistet, dass der SSB und die Stiftung gut koordiniert agieren können. Die Entscheidung über Beitragsgewährungen der Bergsamariterstiftung hat der Stiftungsrat an Monika Dusong delegiert, die dem Stiftungsrat jährlich Bericht zu erstatten hat über die erfolgten Auszahlungen.
 
Die administrative Arbeiten im Zusammenhang mit Beitragsgesuchen, aber auch die administrative Betreuung des Stiftungsrates (inkl. Buchhaltung) wurden dem Zentralsekretariat übertragen. Deshalb nimmt der Zentralsekretär des SSB als Protokollführer auch an den in der Regel zwei jährlichen Sitzungen des Stiftungsrates teil. 
Kurt Sutter, Zentralsekretär SSB

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