Schweizerischer Samariterbund
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Modulare Ausbildung hält was sie verspricht


Umfrage zeigt, Kurs- und Technischen Leiter SSB sind zufrieden

Die modular im Baukastensystem gestaltete Ausbildung der Kurs- und Technischen Leiter SSB kommt bei den Teilnehmern an, und die Samaritervereine sind zufrieden mit den Kurs- und Technischen Leitern, die sie nach beendeter Ausbildung im Verein einsetzen dürfen, ergab jetzt eine Umfrage.
 
Seit nunmehr drei Jahren ist die Ausbildung der Kurs- und Technischen Leiter SSB modular im Baukastensystem gestaltet. Während der gesamten Ausbildung werden die Teilnehmer immer wieder zur Zufriedenheit und Qualität befragt. Auch von den Ausbilderinnen und Ausbildnern der Zentralorganisation liegen bereits Rückmeldungen zu den einzelnen Ausbildungsmodulen vor.
 
Doch dies reichte dem Bereich Bildung und Beratung des SSB-Zentralsekretariats noch nicht. Um die Qualität wirklich beurteilen zu können, wollte man auch wissen, wie die Kurs- und Technischen Leiter SSB nach einem Jahr Tätigkeit Ihre Ausbildung beurteilen. Es sollte damit überprüft werden, wie viel die neue Ausbildung wirklich in der Praxis bringt. Hält sie, was sie verspricht? Oder bleiben nach ein paar tollen Kurstagen doch nicht mehr als Schall und Rauch zurück?
 
Stimme der Vereine wichtig
Die Auftraggeber, die Vereine, sollten ihre Stimme aber auch abgeben können. Schliesslich sind sie es, die viel Geld bezahlen, um einen Kursleiter oder einen Technischen Leiter auszubilden. Man wollte ehrlich wissen, wie zufrieden die Vereine mit dem "Produkt" sind, das sie nach der Ausbildung erhalten haben. Kann die neue Kursleiterin die geforderten Aufgaben übernehmen? Ist man zufrieden mit dem Wissen des neuen Technischen Leiters?
 
Dazu wurde Anfangs 2007 eine Kundenkonferenz abgehalten. Dabei konnten Absolventen der Ausbildung und Vereinsvertreter zum ersten Mal mitteilen, was sie für Erfahrungen gemacht haben. Dabei kamen erste Schwachpunkte ans Tageslicht.
 
Externe Datenauswertung
Gestützt auf die Kundenkonferenz fand eine Internetbefragung bei 638 Probanden statt. Angefragt wurden alle Kurs- und Technischen Leiter, die zu diesem Zeitpunkt schon mindestens über ein Jahr Erfahrung im Verein verfügten, und deren jeweiligen Vereine.

Jeder Proband erhielt per E-Mail einen Link zugesandt. Via diesen Link gelangte er zu einer Homepage, auf der er mehrere Fragen beantworten musste. Um den Datenschutz zu gewährleisten und allfällige Manipulationen auszuschliessen, wurde diesen Homepage und die erste Datenauswertung durch eine externe Stelle gewährleistet. Es handelt sich dabei um die Firma e&e entwicklung & evaluation in Zürich.
 
Sehr erfreulich ist die Beteiligung an der Umfrage. Es haben sich bis zu 65 Prozent der Angeschriebenen zudem an der Umfrage beteiligt und alle Fragen beantwortet; ein klares Zeichen, dass den Beteiligten etwas an der Qualität der Ausbildung liegt.
 
Meist langjährige Vereinsmitglieder
Hier einige Haupterkenntnisse aus der Auswertung, an welcher 361 Teilnehmer der Ausbildung und 277 Vereine teilgenommen haben.
Entgegen der weitläufigen Meinung, dass Kandidaten bereits kurz nach dem Eintritt in den Verein in eine Kaderausbildung gesandt werden, zeigt sich hier, dass 81 Prozent der Kandidaten langjährige Mitglieder in den Vereinen sind.

  • 30 Prozent der Befragten verfügen über eine Ausbildung in einem Medizinalberuf. 27 Prozent haben einen handwerklichen, technischen Beruf.
  • Ein wichtiger Punkt innerhalb der modularen Ausbildung, die Orientierungsveranstaltung, wird als informativ empfunden. Verbesserungsmassnahmen in den OV-Unterlagen sind zwischenzeitlich bereits umgesetzt. Die Checkliste zur fachtechnischen Vorbereitung gibt es bereits und wird mit den OV-Unterlagen ausgehändigt. Leider hat sie wohl fast niemand realisiert. Nun wurde sie überarbeitet und ihr Erscheinungsbild hervorgehoben.
  • Für den Kandidaten ist es hilfreich, wenn er auf Defizite hingewiesen wird. Nur so kann er sich verbessern. Die Begleitperson sollte ihre Aufgabe als Förderer wahrnehmen. Dies wird nicht in allen Vereinen gleich gut umgesetzt.
  • Ein erfreuliches Ergebnis: Die Ausbilder ZO haben eine hohe Kompetenz. Die Ausbilder ZO werden stets weitergebildet und jährlich qualifiziert, um die Kompetenzen stets zu verbessern.
 
Fazit  
  • Die Ausbildung kommt bei den Teilnehmern an und wird auch ein Jahr nach der Ausbildung als kompetent beurteilt.
  • Die Vereine sind zufrieden mit den Kurs- und Technischen Leitern, die sie nach beendeter Ausbildung im Verein einsetzen dürfen.
  • Die Inhalte der Ausbildung sind für die Kurs- und Technischen Leiter von grossem Nutzen.
  • Die Probandenbefragung hat einige Schwachstellen der Ausbildung aufgezeigt. Die meisten konnten zwischenzeitlich bereits behoben werden.
 
Auch in Zukunft wird der Bereich Bildung und Beratung des Zentralsekretariates die Ausbildungslehrgänge auf ihre Qualität überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Maja Rechsteiner und Christian Bassler

Partner
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