Schweizerischer Samariterbund
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Medienmitteilung vom 9. September 2006

Internationaler Tag der ersten Hilfe 2006
 
123help: Erste-Hilfe-Anleitung per SMS

Wer mit seinem Handy ein SMS mit dem Wortlaut "123help" an die Nummer 9234 schickt, erhält konkrete Anweisungen für die Nothilfe. Es lohnt sich diese zu speichern, damit sie im Notfall sofort abrufbereit sind.

Die Hilfeanleitung kann auf Handys mit Internetzugang (WAP) geladen werden. Samariter, Lebensretter, Militärsanitäter und Rega lancieren diesen SMS-Dienst in der Schweiz zum Internationalen Tag der ersten Hilfe vom 9. September. Unterstützt wird die Aktion von Nationalrätin Bea Heim, die im Juni im Nationalrat einen Herzstillstand erlitt, und von den Nationalräten, die ihr damals das Leben retteten.

Die meisten Leute wissen nicht, was nach einem Unfall zuerst zu tun ist. Dies bestätigen mehrere Umfragen, die der Schweizerische Samariterbund (SSB) in Auftrag gegeben hat. Um dem entgegen zu wirken, wurde gestern an einer Informationsveranstaltung des SSB ein neues Angebot lanciert: Ab sofort kann die Nachricht 123help als SMS an die Telefonnummer 9234 versandt werden, worauf die Ersthilfe-Anleitung zum Preis von einem Franken direkt aufs Handy herunter geladen werden kann.

Das Programm 123help zeigt die ersten drei Schritte, die nach einem Unfall notwendig sind:
Schritt 1:Ruhe bewahren, zuerst schauen und denken, erst dann handeln
Schritt 2: Alarmieren, via Telefonnummer 144
Schritt 3: Erste Hilfe leisten gemäss dem ABCD-Schema, das im Nothilfekurs vermittelt wird.

Gesundheitspolitiker werben für Erste-Hilfe-Kurse
Im Rahmen der SSB-Veranstaltung in Olten rief die Solothurner Nationalrätin Bea Heim die Bevölkerung auf, die Kenntnisse in der Nothilfe zu vertiefen. Die Politikerin überlebte im Juni einen Herzstillstand, weil zufällig Ärzte anwesend waren und ihr die erste Hilfe leisteten. Zwei der Retter, die Nationalräte Paul Günter und Felix Gutzwiller unterstützten ihren Appell, indem sie betonten, dass die angewendeten Rettungstechniken von jedermann rasch erlernt werden können. Die Technik der Herz-Lungen-Wiederbelebung (auch CPR für cardio-pulmonale Reanimation genannt) kann von jedermann in wenigen Stunden erlernt werden. Bei einem Herzstillstand führt sie dem Hirn der betroffenen Person den lebenswichtigen Sauerstoff zu, bis die über die Notrufnummer 144 alarmierten professionellen Retter eintreffen.

Schweizweite breite Streuung geplant
Für die Lancierung des neuen Handy-Angebots zeichnen das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) und seine im Bereich Erste Hilfe und Rettungswesen tätigen Mitgliedorganisationen Samariterbund, Lebensrettungs-Gesellschaft, Militär-Sanitäts-Verband und Rega verantwortlich. Weitere Organisationen sicherten zu, das neue Angebot ebenfalls bekannt zu machen.

Weitere Auskünfte:
Internetseite: http://www.123help.ch/
zu technischen Fragen
- Hansueli Rickli, Telefon 044 776 20 41 oder 079 402 89 10; E-Mail rickli@rickli.com
zu Arbeitsgemeinschaft Rettungswesen und Samariterbund
- Kurt Sutter, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Rettungswesen, c/o Zentralsekretariat des Schweizerischen Samariterbunds, Telefon 031 387 72 47; E-Mail
- Eugen Kiener, Schweizerischer Samariterbund, Leiter Kommunikation Telefon 062 286 02 27; E-Mail

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