Schweizerischer Samariterbund
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Medienmitteilung vom 8. September 2012

Medienmitteilung des Kompetenzzentrums Rettungswesen des Schweizerischen Roten Kreuzes


Internationaler Tag der Ersten Hilfe, 8. September 2012

Helfen wollen und helfen können

Dank rascher Alarmierung und wirksamer Nothilfe kommen die Fortschritte im Rettungswesen und in der Notfallmedizin erst richtig zum Tragen. Deshalb bleibt die Erste Hilfe eine wichtige Aufgabe. Dies betonen die im Kompetenzzentrum Rettungswesen des Schweizerischen Roten Kreuzes zusammengeschlossenen Organisationen in einer Mitteilung zum 8. September, dem Internationalen Tag der Ersten Hilfe.

Die Kenntnisse in Erster Hilfe müssen in allen Teilen der Bevölkerung verbessert werden. Dazu bedarf es das Engagement jedes einzelnen Bürgers. Aber auch Schule, Berufswelt oder Sport- und Freizeitorganisationen müssen vermehrt Anstrengungen unternehmen, damit die Schweizerinnen und Schweizer in Notsituationen rascher und besser helfen können. Dies fordern der Schweizerische Samariterbund (SSB), die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG), der Schweizerische Militärsanitätsverein (SMSV), die Rega und REDOG Schweizerischer Verein für Such- und Rettungshunde am Internationalen Tag der Ersten Hilfe. Die fünf Organisationen bilden zusammen das Kompetenzzentrum Rettungswesen des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK.

Drei entscheidende Punkte

Wenn jemand zu Hause im Badzimmer, bei Montagearbeiten in einem Keller, am lauschigen Flussufer, auf einer vielbefahrenen Strasse oder auf einem einsamen Bergweg verunglückt, ist er auf die Hilfe von andern angewiesen. Ob jemand aus dem eigenen Lebenskreis die Notlage miterlebt, ob ein Arbeits- oder Freizeitkollege die Unglückssituation entdeckt, ob ein wildfremder Mensch als erster zur Unfallstelle kommt, entscheidend ist, dass er

  1. bereit ist, Hilfe zu leisten,
  2. alarmieren kann und
  3. die lebensrettenden Sofortmassnahmen einleitet.

Doch bei allen diesen drei wichtigen Punkten hapert es: Die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer kennt nicht einmal die schweizweit geltende Notrufnummer 144 der Sanität. Die wenigsten kennen das aktuelle gültige Handlungsschema BLS-AED, das für „Basic Life Support – Automatisierte Externe Defibrillation“ steht. Dies zeigen Befragungen, welche der Schweizerische Samariterbund Anfang Jahr zusammen mit seinem Sponsor Basler Versicherungen durchgeführt hat.

Kursbesuch gibt Sicherheit

Die Befragungen zeigten auch, dass diejenigen, welche kürzlich einen Kurs in Erster Hilfe absolvierten, öfters an Situationen geraten, in denen sie helfen mussten. Doch mehr als die Hälfte der Befragten hat das Nothilfewissen seit 20 Jahren nicht mehr aufgefrischt. Klar, dass diese sich im Notfall unsicher fühlen, dass sie andern den Vortritt lassen, wenn Hilfe gefragt ist, oder dass manche gar wegschauen.

Weil kompetente Ersthelfer dazu beitragen, dass die Überlebenschancen von Verunfallten steigen und die Unfallfolgen vermindert werden können, fordern die fünf Erste-Hilfe-Organisationen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, regelmässig den Nothilfekurs aufzufrischen.

Links:
www.redcross-edu.ch
www.samariter.ch
www.slrg.ch
www.smsv.ch
www.rega.ch
www.redog.ch


Weitere Informationen:
Regina Gorza, Leiterin Kompetenzzentrum Rettungswesen des SRK,
co. Schweizerischer Samariterbund, Telefon 062 286 02 00

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