Schweizerischer Samariterbund
Schweizerischer Samariterbund
Martin-Disteli-Strasse 27
4601 Olten
Telefon 062 286 02 00
Fax 062 286 02 02
office@samariter.ch

Medienmitteilung vom 5. Juni 2009

 
Grundbegriffe der häuslichen Pflege kennen lernen

Wenn Angehörige an einer ansteckenden Grippe erkranken

Fachleute befürchten, dass die Grippe im nächsten Winter überdurchschnittlich viele Schweizerinnen und Schweizer befallen wird. Da die meisten Grippepatienten in den Spitälern keinen Platz finden werden, müssen Sie von Angehörigen gepflegt werden. In ihrem neuen Kurs "Häusliche Pflege bei Ansteckungsgefahr" vermitteln die Samariter Grundbegriffe der häuslichen Pflege.

Tritt die Pandemie tatsächlich ein, wird das öffentliche Gesundheitswesen überfordert sein. Viele werden gezwungen sein, ihre Angehörigen selbst zu pflegen. Auch die Nachbarschaftshilfe wird plötzlich wichtig werden. Doch von den einfachen Grundregeln der häusliche Pflege - Hygiene und richtiges Händewaschen, Kommunikation mit dem Patienten, Unterstützung beim Essen und Trinken, Betten und Lagern von Patienten usw. - haben heute die meisten Menschen wenig Ahnung.

Um diesem Manko zu begegnen, hat der Schweizerische Samariterbund unter dem Titel "Häusliche Pflege bei Ansteckungsgefahr" einen sechsstündigen Kurs entwickelt. Bereits sind gegen 1000 Kursleiterinnen und Kursleiter auf die Erteilung dieses Kurses vorbereitet worden. In den kommenden Monaten werden Samaritervereine in allen Teilen der Schweiz diese Kurse anbieten.

Interessierte finden aktuelle Kursangebote im Internet unter www.redcross-edu.ch oder unter der Telefonnummer 062 286 02 22.

Die Verhaltensregeln und praktischen Hinweise zur "Häuslichen Pflege bei Ansteckungsgefahr" dienen übrigens auch all jenen, die im Alltag mit pflegebedürftigen Mitmenschen zu tun haben. Das Angebot der Samariter ist daher auch eine Antwort auf die zunehmende Überlastung der Institutionen der Alterspflege.

Die über 1000 Samaritervereine sind bekannt für ihre Dienstleistungen im Bereich der Ersten Hilfe. Sie bestreiten Postendienste und veranstalten Nothilfekurse. In Zusammenarbeit mit den Kantonalverbänden des Schweizerischen Roten Kreuzes zählen aber auch Krankenpflegekurse seit je zu den Samariterangeboten.

Das Einspringen in Notsituationen hat bei den Samariterinnen und Samaritern Tradition. Obwohl viele Mitglieder der Samaritervereine bei der Grippeepidemie von 1918 selbst erkrankten, engagierten sich damals zwei Drittel der Samaritervereine mit grossem Engagement in der Krankenpflege und in der Haushalthilfe.


Auskünfte:
Schweizerischer Samariterbund, Zentralsekretariat, Martin-Disteli-Strasse 27, 4601 Olten,
Telefon 062 286 02 00, office@samariter.ch

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