Schweizerischer Samariterbund
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Medienmitteilung vom 26. November 2009

Schweinegrippe als Herausforderung im häuslichen Alltag

Wie seit zwei Jahren in allen Pandemieplänen vorausgesagt, müssen die allermeisten Patienten mit der H1N1-Grippe zu Hause gepflegt werden. Je mehr Patienten es gibt, desto grösser ist die Gefahr, dass sich jemand ansteckt, der seine Angehörigen pflegt. Deshalb bieten die Samaritervereine seit dem Monat Mai einen Kurs über die Pflege von Patienten mit ansteckender Krankheit an. Neu vermittelt www.samariter.ch die allerwichtigsten Informationen, Tipps und Tricks der häuslichen Pflege in einer Serie von Fotostories. Wer noch kann, sollte aber den in den Samaritervereinen weiterhin angebotenen Kurs besuchen.

Seit Mai dieses Jahres können rund 1‘000 Kursleiterinnen und Kursleiter des Schweizerischen Samariterbunds (SSB) den Kurs „Häusliche Pflege bei ansteckender Krankheit“ anbieten. Die entsprechenden Angebote werden schweizweit via www.redcross-edu.ch ausgeschrieben. Zeitweilig waren mehr als 100 Kurse ausgeschrieben.

Der SSB hat sein in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz entwickeltes Kursangebot bewusst Monate vor dem erwarteten Ausbruch der befürchteten Grippewelle lanciert. Das Ziel war es, im Verlaufe des Sommers und Herbstes für einen erheblichen Teil der Bevölkerung ein nützliches Schulungs-Angebot machen zu können, damit sich die Bevölkerung selbst helfen kann und ihre Kompetenzen in Krankenpflege erhöht werden. Damit kann sie selbst Verantwortung übernehmen und vermeiden, unnötig die Spitäler zu belasten, die ja vor allem schwierige Fälle zu betreuen haben.

Leider mussten viele Kurse mangels Anmeldungen abgesagt werden, weil es der Bevölkerung noch nicht bewusst war, dass es sinnvoll wäre, sich auf die Pflege eines Patienten mit H1N1-Grippe speziell vorzubereiten.

Ob es den Samaritervereinen in den kommenden Wochen noch möglich sein wird, die Kurse trotz der sich rasch ausbreitenden Pandemie anzubieten, ist ungewiss. Deshalb stellt der SSB jetzt die allerwichtigsten Informationen, Tipps und Tricks der häuslichen Pflege in einer Serie von Fotostories zur Verfügung, die es der Bevölkerung erlauben sollen, die allfälligen Herausforderungen der Pflege eines Patienten zu meistern. Diese Fotostories können gratis von der Homepage des SSB (www.samariter.ch) herunter geladen werden.

Der SSB hat Ende 2007 zusammen mit dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) beschlossen, als Ergänzung zu den Planungen der Behörden ein Kursangebot zu entwickeln, das es der Bevölkerung erlauben soll, im Falle einer Grippepandemie die notwendige Selbsthilfe zu leisten. Behörden von Bund und Kantonen begrüssten dieses Vorhaben, für das die Humanitäre Stiftung des SRK einen Betrag von 700‘000 Franken zur Verfügung stellte.

Im Verlaufe des kommenden Winters werden nochmals ungefähr 1‘500 Kursleiterinnen und Kursleiter des SSB in die Kurserteilung eingeführt. Somit können sich noch viele Leute das nötige Wissen aneignen, das auch in späteren Notlagen noch wertvoll ist, was immer auch komme

Kontaktperson:

Kurt Sutter, Zentralsekretär
Tel: 062 286 02 15

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