Schweizerischer Samariterbund
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Medienmitteilung vom 17. Juni 2006

118. Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Samariterbundes (SSB)

Monika Dusong erste oberste Samariterin

Die neue Zentralpräsidentin des Schweizerischen Samariterbundes (SSB) heisst Monika Dusong. Die Abgeordneten wählten die ehemalige Neuenburger Staatsrätin am Samstag in Davos zur Nachfolgerin von Hermann Fehr, Biel.

Im Frühjahr 2005 war Monika Dusong (Bild) nach acht Amtsjahren aus der Regierung des Kantons Neuchâtel zurückgetreten. Dort hatte sie gleichzeitig die Departement Gesundheitswesen, Justiz- und Sicherheit zu leiten. Sie verfügt damit über wertvolle Kontakte im Tätigkeitsgebiet der 1200 Samaritervereine. Deren Abgeordnete wählten Monika Dusong einhellig zu ihrer neuen Zentralpräsidentin. Die Neuenburgerin folgt im Amt auf den Bieler Hermann Fehr, der nach neun Jahren altershalber aus dem Zentralvorstand des SSB zurückgetreten ist.

Monika Dusong war die erste Frau in der Neuenburger Regierung. Nun ist sie auch die erste Frau an der Spitze des Schweizerischen Samariterbundes. Auch in der Samariterbewegung war die Zeit längst reif geworden für diesen Durchbruch; denn die Samariterinnen sind unter den 37'000 Aktivmitgliedern seit Jahrzehnten in der grossen Überzahl.

Herzmassage kann jeder lernen

"Die Verbreitung von Erste-Hilfe-Kenntnissen durch die Samariter bleibt eine dringende Aufgabe," erklärte der scheidende Zentralpräsident Hermann Fehr. Dies habe sich vorige Woche im Bundeshaus gezeigt, als eine Parlamentarierin einen Herzstillstand erlitt. Die von den im Ratssaal anwesenden Ärzten angewendete Herzmassage kann von jedermann erlernt und im Notfall eingesetzt werden. Die 1200 Schweizer Samaritervereine vermitteln die Technik der Herz-Lungen-Wiederbelebung in ihren CPR-Kursen (CPR = cardiopulomonale Reanimation = Herz-Lungen-Wiederbelbung).

Kurs "Notfälle bei Kleinkindern" wird modernisiert

Neue Erkenntnisse führen auch im Rettungswesen zu einem immer rascheren Wandel. Für die Samariter bedeutet dies, dass sie ihre Bevölkerungskurse fast ständig erneuern müssen. Laut dem von den Abgeordneten verabschiedeten Tätigkeitsprogramm 2007 wollen die Samaritervereine im nächsten Jahr insbesondere den Kurs "Notfälle bei Kleinkindern" neu lancieren. Dieser sechs Lektionen umfassende Ausbildung richtet sich an junge Eltern, an Grosseltern und alle, die oft mit Kindern zu tun haben.

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