Schweizerischer Samariterbund
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Medienmitteilung vom 16. Juni 2012


Abgeordnete des Schweizerischen Samariterbundes tagten in Wauwil

Der neue Nothilfekurs der Samariter:
Theorie am PC, Praxis im Tageskurs

Ab Anfang 2013 werden die Samaritervereine den Nothilfekurs in neuer Form anbieten: Die Teilnehmer können die Theorie am eigenen PC erarbeiten. Für das praktische Üben besuchen sie danach einen siebenstündigen Tageskurs. Der neue Kurs bildet einen Schwerpunkt im Jahresprogramm 2013 des Schweizerischen Samariterbundes (SSB), dessen Abgeordnete heute Samstag in Wauwil LU tagten.

In der Schule, im Studium, aber auch bei der beruflichen Weiterbildung ist das eigenständige Erarbeiten von Lernstoff am PC selbstverständlich. Als wichtigste Anbieter von Nothilfekursen orientieren sich die Samaritervereine mit der neuen Kursform am Trend im Ausbildungsbereich. Gleichzeitig wollen die Samaritervereine mit dem neuen Kurs ihre Marktführerschaft festigen.

Seit der Besuch eines Nothilfekurses für angehende Automobilisten obligatorisch erklärt worden ist, umfasst dessen vom Bundesamt für Strassen (Astra) festgelegtes Programm zehn Stunden. Die traditionellen Kurse - sie werden von den Samaritervereinen weiterhin angeboten - finden in der Regel an fünf Abenden oder an Wochenenden (Freitagabend und Samstag) statt.

Dreistündiger Theorieteil mit Lernkontrolle

Zehn Stunden wird auch der neue Nothilfekurs umfassen. Der Theorieteil, der von den Kursteilnehmern in einer oder mehreren Sitzungen absolviert werden kann, ist so gestaltet, dass sich der Teilnehmer drei Stunden lang mit der Materie auseinandersetzen muss. Wenn der Kursteilnehmer den Online-Teil mit einem Test erfolgreich abgeschlossen hat, erhält er eine Bestätigung. Dann kann er sich für einen siebenstündigen Tageskurs der Samaritervereine anmelden und die Bestätigung als Zulassung vorweisen.

Die Samaritervereine und ihre 2300 Kursleiter sind zurzeit damit beschäftigt, sich auf das zusätzliche Kursangebot vorzubereiten. Über die regionale Kurskoordination soll garantiert werden, dass das neue Angebot ab Anfang 2013 dem erwarteten Ansturm gewachsen sein wird. Das Kursangebot der Samaritervereine wird über www.samariter.ch und www.redcross-edu.ch im Internet ausgeschrieben.

Sichere Finanzen für die Zentralorganisation

An der Abgeordnetenversammlung beschlossen die Delegierten der Samaritervereine und ihrer Kantonalverbände die Finanzierung ihrer Dachorganisation auf eine neue Basis zu stellen. Die Kantonalverbände sollen dem SSB jährlich einen Aktivmitgliederbeitrag entsprechend der Einwohnerzahl ihres Verbandsgebietes entrichten. Der Grundsatz wird vorerst für vier Jahre eingeführt.

Um seine Dienstleistungen für die Kantonalverbände und Samaritervereine als Zentralorganisation wahrnehmen zu können, beschaffte sich der SSB bisher seine Mittel auch über Gebühren für die Erteilung des Nothilfekurses. Weil aber die Samaritervereine in den letzten Jahren weniger Nothilfekurse und dafür vermehrt Firmenkurse durchführten, geriet die Finanzierung des SSB in Schieflage.

Einstimmung auf das Jubiläumsjahr

Die Abgeordnetenversammlung genehmigte weiter ein überarbeitetes Leitbild. Der neue Text, der das Selbstverständnis des Schweizerischen Samariterbundes und die Grundprinzipien seiner Tätigkeit umschreibt, soll 2013 in Kraft treten. Das neue Leitbild markiert den Auftakt zu den Feierlichkeiten rund um das 125-Jahr-Jubiläum der Samariterbewegung.

1888 hatten sich die ersten Samaritervereine zum SSB zusammengeschlossen. Dieser umfasst heute 24 Kantonalverbände, 1115 Samaritervereine, 122 Gruppen der Help Samariterjugend mit fast 3000 Jugendlichen sowie 30‘000 aktive Samariterinnen und Samariter.

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