Schweizerischer Samariterbund
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Medienmitteilung vom 16. Juni 2007

 
Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Samariterbundes in Martigny
 
Kommt die Pandemie, sind die Samariter bereit
 
Bevor die zu erwartende Grippepandemie richtig zuschlägt, wollen die Samariter der Bevölkerung pflegerische Grundkenntnisse vermitteln. Der Schweizerische Samariterbund (SSB) erarbeitet zurzeit einen Kurs "Häusliche Pflege bei Ansteckungsgefahr". An der Abgeordnetenversammlung von heute Samstag, 16. Juni in Martigny VS wurde bekannt gegeben, dass der Kurs im nächsten Jahr eingeführt werden soll.
 
Wann genau die Grippepandemie eintreffen wird, ist ungewiss. Gewiss ist nur, dass sie kommen wird. Die 1200 Samaritervereine wollen ein Kursangebot bereit stellen, das es ihnen erlauben wird, kurzfristig weiten Teilen der Bevölkerung Grundkenntnisse in der Krankenpflege zu vermitteln. In einem vier Stunden dauernden Kurzkurs zur Pflege bei ansteckenden Krankheiten sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darauf vorbereitet werden, Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten im Notfall beistehen zu können. An der Abgeordnetenversammlung in Martigny informierte der Zentralvorstand, dass die Samaritervereine, ihre Kursleiter im nächsten Jahr auf die Erteilung des neuen Kurses vorbereiten werden.
 
Bei einer Grippepandemie werden die Spitäler einerseits sehr viele Patienten aufnehmen müssen und andererseits selbst von Personalausfällen betroffen sein. Mit ihrem Kurzkurs "Krankenpflege bei ansteckenden Krankheiten" wollen die Samariter einen Beitrag leisten zur Entlastung des Gesundheitswesens und gleichzeitig die Bevölkerung zur Selbst- und Nachbarschaftshilfe befähigen.
 
Samariterbund schreibt Transparenz in die Statuten
 
Vergangene Woche haben zwanzig grosse Schweizer Hilfswerke Standards zur verantwortungs-bewussten Führung von gemeinnützigen Organisationen, den Swiss NPO-Code, festgelegt und bekannt gemacht. Der Schweizerische Samariterbund ist die erste Organisation, welche diese Regeln voll und ganz umsetzt. An der Abgeordnetenversammlung in Martigny genehmigten die Delegierten eine entsprechende Statutenänderung. Diese ermächtigt die Abgeordneten-versammlung als oberstes Verbandsorgan, die Grundsätze der Entschädigung der Zentralvorstandsmitglieder festzulegen. In den übrigen Punkten entsprechen die Regelungen der Samariter jetzt schon den Vorgaben des Swiss NPO-Codes.
 
Gestützt auf ihre neue statutarische Zuständigkeit legten die Abgeordneten fest, dass die Mitglieder des Zentralvorstands, soweit sie ausserhalb von Sitzungen für den SSB aktiv sind, nach dem gleichen Ansatz entschädigt werden wie die obersten ehrenamtlichen Ausbildungskader der Samariterorganisation. Laut dem gültigen Spesenreglement erhalten diese pro ganzen Arbeitstag ein Taggeld von 300 Franken. Höchstens 150 Prozent dieses Ansatzes soll die Zentralpräsidentin für ihre Einsätze erhalten. Das Zentralpräsidium des SSB liegt seit einem Jahr in den Händen der ehemaligen Neuenburger Staatsrätin Monika Dusong.
 
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Eugen Kiener, Leiter Kommunikation, Telefon 062 286 02 27

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