Schweizerischer Samariterbund
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Medienmitteilung vom 15. Juni 2013

Idee der Ersten Hilfe zeitgemäss umsetzen

 
125. Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Samariterbundes in Olten SO

„Der Gedanke der Ersten Hilfe ist zeitlos, aber es gilt diese stets neu auf die Bedürfnisse der Zeit auszurichten.“ Diesen Grundsatz betonte Zentralpräsidentin Monika Dusong an der 125. Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Samariterbundes (SSB) am Samstag, 15. Juni in Olten.

Seit 2006 führt die ehemalige Neuenburger Staatsrätin Monika Dusong als Zentralpräsidentin den SSB. Die erste Frau im obersten Samariteramt ist von den Abgeordneten in Olten für eine weitere vierjährige Amtsperiode wiedergewählt worden.

Wiedergewählt wurden von den Abgeordneten auch die beiden Vizepräsidenten Renato Lampert, Cavergno Tl, und Anita Tenhagen, Effretikon ZH, sowie als Mitglieder des Zentralvorstands Dieter Göldi, Schindellegi SZ, Thomas Brocker, Teufen AR, und Stephan Guggisberg, Biel BE.

Neu ins Führungsgremium des SSB berufen wurden Theresia lmgrüth Nachbur aus Aesch BL und Stephan Birrer aus Lutry VD. Ihre zurücktretenden Vorgänger, Alfred Vogt, Balzers FL, und Verena Zwahlen, Frauenfeld TG, wurden von den Versammelten mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Bei den übrigen Geschäften genehmigten die Abgeordneten unter anderem die Jahresrechnung 2012. Bei Einnahmen von 10,7 Millionen schloss die SSB-Rechnung mit einem Defizit von knapp 200 000 Franken ab. Dank einer vom SRK zugesprochenen Defizitgarantie blieb die Rechnung letztlich ausgeglichen. Mit einem Mehraufwand von 44 000 Franken rechnet das ebenfalls verabschiedete Rahmenbudget 2014.

Der SSB vereinigt als Dachorganisation heute 1105 Samaritervereine und 123 Gruppen der Help Samariterjugend aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein mit rund 30'000 Aktiven. Seit 1912 hat der SSB seinen Sitz in Olten SO.

Zahlreiche Grussbotschaften

Für den feierlichen Charakter der Jubiläumsversammlung sorgten verschiedene Gastredner. So überbrachte Sanitätsdirektor Peter Gomm die Grüsse der Solothurner Regierung. Stadtpräsident Ernst Zingg würdigte die Bedeutung der SSB-Geschäftsstelle für die Stadt Olten.

Der Schweizerische Samariterbund ist die mitgliederstärkste unter den Rettungsorganisationen des Schweizerischen Roten Kreuzes. Dessen Präsidentin Annemarie Huber-Hotz gratulierte dem SSB zum 125-Jahr-Jubiläum.

eLearning und Firmenkurse im Vormarsch

Die ältesten Samaritervereine entstanden in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts aus dem Bedürfnis der Bevölkerung nach Selbsthilfe. In den beiden Weltkriegen und in der Grippepandemie von 1918 waren vor allem die Samariterinnen stark gefordert. Als 1977 der Nothilfekurs für angehende Autolenker obligatorisch erklärt wurde, war dies nur möglich, dank der flächendeckenden Präsenz der Samaritervereine.

Anfang 2013 haben die Samaritervereine den Nothilfekurs mit eLearning in ihr Programm aufgenommen. Dieser neuartige Kurs, bestehend aus einem dreistündigen eLearning und einem siebenstündigen Praxisteil, ist gut angelaufen. Nun ist vorgesehen eLearning-Elemente auch in andere Bevölkerungskurse einzubauen, wie im Nothilfekurs-Refresher sowie in den Reanimationskursen mit Schwergewicht Herz-Lungen-Wiederbelebung und Defibrillation.

Laut Tätigkeitsprogramm 2014, das an der Versammlung in Olten genehmigt wurde, verstärkt der SSB sein Engagement bei den Firmenkursen in Erster Hilfe. Weiterentwickelt werden auch die Erste-Hilfe-Kurse für Berufschauffeure.

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