Schweizerischer Samariterbund
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Medienmitteilung vom 13. Juli 2012

Beängstigend: 70 % leisten Nothilfe falsch

Eine Studie der Basler Versicherung zeigt, dass 70 % der Schweizer Bevölkerung nur das veraltete Nothilfe-Schema GABI kennen. Die Bereitschaft, das Wissen aufzufrischen, ist aber sehr hoch. Annähernd 80 % der Studienteilnehmer halten einen Auffrischungskurs alle fünf Jahre für sinnvoll. Deshalb bietet die Basler ihren Mitarbeitenden kostenlos Refresherkurse an. Auch Kunden der Basler können von diversen Angeboten in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Samariterbund profitieren.

Bei jedem zweiten Teilnehmer der Studie der Basler Versicherungen und des Schweizerischen Samariterbundes (SSB) ist der Nothilfekurs über 20 Jahre her. Dabei hat sich die Praxis in der Nothilfe gerade in den letzten Jahren stark verändert. Von früheren „Beurteilungsschemen“ wie GABI ist man abgekommen, um schnell und konkret zu helfen. Mit der steigenden Zahl an Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Tempo in der Nothilfe zentral geworden.

„Meistens, wenn jemand plötzlich zusammenbricht, ist ein Herzkreislaufproblem die Ursache. Sollte die Ursache ein Herzstillstand sein, gilt es, schnell zu beatmen und das Herz-Kreislaufsystem mit Thoraxkompressionen am Laufen zu halten, um Blut ins Gehirn und den Organen zu pumpen“, erklärt Roland Marti, Leiter Ausbildung beim Schweizerischen Samariterbund.

Hohe Bereitschaft für Wiederholungskurse

Das vom SSB Anfang 2012 eingeführte Handlungsschema BLS-AED steht für „Basic Life Support – Automatisierte Externe Defibrillation“ und lehrt genau das. Allerdings ist die neue Art Leben zu retten noch den Allerwenigsten bekannt.

Fast 70 % der Befragten kennen jedoch das Beurteilungsschema GABI noch – 43 % davon sogar sehr gut. Nur hilft GABI wenig. Denn folgt man der Abkürzung, beobachtet der Nothelfer, hilft aber der in Not geratenen Person nicht wirklich.

Auf diesen Punkt aufmerksam gemacht, sind 67 % der Befragten bereit, einen Auffrischungskurs in Sachen Nothilfe zu absolvieren. Annähernd 80 % der Studienteilnehmer halten einen Auffrischungskurs alle fünf Jahre für sinnvoll. Gut die Hälfte davon wünscht sich die Organisation eines solchen Auffrischungskurses über den Arbeitgeber.

Basler Versicherung gehen mit gutem Beispiel voran

Die Basler Versicherungen handeln, und offerieren ihren Mitarbeitenden einen Refresherkurs in Sachen Nothilfe. „Vorerst bieten wir zehn Kurse à 24 Personen in der Deutsch- und Westschweiz an, um zu sehen, wie die Aktion ankommt“, erklärt Tobias Löhrer, Leiter der Basler-Sicherheitswelt.

Ausserdem wird ein Sonderbudget bereitgestellt, um auch Basler Kunden exklusiv Nothelferkurse anzubieten. Generell können Firmenkunden der Basler von 10 bis 15 Prozent Rabatt auf Kurse des Samariterbundes profitieren. „Wir machen auf diese Art unseren Claim „Wir machen Sie sicherer“ konkret und sinnvoll erlebbar“, freut sich Tobias Löhrer über das schweizweite Angebot.

Leben retten am Freitag, den 13.

An den diesjährigen Basler-Sicherheitstagen – am Freitag, 13. Januar, April und Juli – klärt der SSB alle Mitarbeitenden der Basler Schweiz über die aktuellen Erste-Hilfe-Massnahmen auf. „Nachdem wir im Januar bereits die Beatmung und Herzmassage trainiert haben, wissen die rund 3300 Mitarbeitenden der Basler nach dem 13. Juli nun auch, wie man mit einem Defibrillator umgehen muss“, freut sich Roland Marti.


KONTAKT:

Amos Winteler, Basler Versicherungen, Leiter Kommunikation Schweiz
amos.winteler (at) baloise.ch, Telefon: +41 58 285 74 70

Eugen Kiener, Schweizerischer Samariterbund, Leiter Kommunikation
eugen.kiener (at) samariter.ch, Telefon: +41 62 286 02 27

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