Schweizerischer Samariterbund
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Medienmitteilung vom 12. September 2014

Medienmitteilung des Kompetenzzentrums Rettungswesen des Schweizerischen Roten Kreuzes

Internationaler Tag der Ersten Hilfe, 13. September 2014

Unfälle und Erste Hilfe gehören zum Alltag

Ob zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, meist ereignen sich Unfälle in einer vertrauten Umgebung. Am Internationalen Tag der Ersten Hilfe, vom 13. September, rufen die Rettungsorganisationen des Schweizerischen Roten Kreuzes die Bevölkerung auf, die lebensrettenden Sofortmassnahmen regelmässig zu repetieren, um im Notfall den Menschen in der eigenen Umgebung rasch und wirksam helfen zu können.

Unfälle gehören zum menschlichen Alltag. Bei einem kleineren Missgeschick oder Unwohlsein genügen die praktisch in jedem Haushalt bereit stehenden Pflästerchen oder Schmerztabletten. Doch was, wenn die Ambulanz aufgeboten werden muss? Unter welcher Telefonnummer erreicht man den Rettungsdienst? Wie stoppt man eine grössere Blutung? Wie lagert man eine bewusstlose Person? Wie funktioniert die Herz-Lungen-Wiederbelebung?

Vielfältige Kursangebote nutzen

Am Tag der Ersten Hilfe vom 13. September erinnern die Rettungsorganisationen des Roten Kreuzes an die Bedeutung der Nothilfe im Alltag, denn die meisten Unfälle ereignen sich bei gewöhnlichen Verrichtungen in vertrauter Umgebung. So verzeichnete die Suva im Jahr 2013 263‘000 Nichtberufsunfälle. Diese übertreffen die Berufsunfälle (181‘000) in ihrer Anzahl deutlich. Auch eine vor wenigen Monaten veröffentlichte Studie der bfu über das Gesamtunfallgeschehen in der Schweiz erinnert an die grosse Zahl der Unfälle in Haus und Freizeit. Dabei werden Unfälle mit Verletzungsfolge oft durch Stürze hervorgerufen. Etwa ein Fünftel der Unfälle in Haus und Freizeit ereignet sich bei „unbezahlten“ Arbeiten wie Kochen, Reinigen oder Heimwerken.

Die Kursangebote in der Ersten Hilfe sind vielfältig. Samaritervereine und Militärsanitätsvereine veranstalten im ganzen Land Nothilfe-, Reanimations- oder Repetitionskurse. Neben Kursen für Eltern von kleinen Kindern gibt es solche, die speziell auf Sportunfälle oder andere Notfälle ausgerichtet sind. Die Sektionen der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) bieten verschiedene Ausbildungsmodule rund um die Wasserrettung an. Diese beginnen beim Jugendbrevet und enthalten Module für die Rettung aus Seen und Flüssen, Reanimations- sowie auch Wiederholungskurse.

Neues Erste-Hilfe-App

Unterstützung bei Notsituationen im Alltag bietet auch das neue Erste Hilfe App der SRK-Rettungs-
organisationen; dieses kann im App Store und bei Google Play in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch und Englisch gratis heruntergeladen werden. Das App bietet für Notsituationen von der Allergie bis zum Zeckenbiss gut verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

So gibt es fast zu jedem Thema einen kurzen Film, der die notwendigen Massnahmen vordemonstriert. Die Anweisungen werden von animierten Grafiken unterstützt. Ist das Alarmieren des Rettungsdienstes erforderlich, wird auf dem Handy automatisch die Notrufnummer 144 eingestellt.

Das App vermittelt Erste-Hilfe-Kenntnisse, um Grundlagen zu erarbeiten und zu repetieren. Eingebaute Quiz ermöglichen es, die erzielten Lernfortschritte zu überprüfen. Ein eigenes Kapitel gibt es zum Thema Prävention: Hier erfährt man, wie man sich vor einer Grippe schützt, wie man mit gefährlichen Chemikalien umgeht, wie man sich auf Reisen in Gefahrengebiete (Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkane usw.) vorbereitet.

Aktueller Ratgeber

Wer lieber ein Buch zur Hand nimmt, findet im Buch „Erste Hilfe leisten – sicher handeln“ einen aktuellen Ratgeber. Dieser ist Anfang Sommer 2014 in deutscher Sprache erschienen; Ausgaben in Französisch und in Italienische werden Anfang 2015 folgen. Der Ratgeber – er behandelt Notfallsituationen von Atembeschwerden bis Zahnschmerzen – ist im Buchhandel für 39 Franken erhältlich.

Links:
www.redcross-edu.ch (Kursplattform der SRK-Gruppe)
www.samariter.ch (Schweizerischer Samariterbund)
www.slrg.ch (Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft)
www.smsv.ch (Schweizerischer Militär-Sanitäts-Verband)
www.rega.ch (Rega)
www.redog.ch (REDOG)


Weitere Informationen:
Regina Gorza, Leiterin Kompetenzzentrum Rettungswesen des SRK,
c/o Schweizerischer Samariterbund, Telefon 062 286 02 00
 

Tag der Ersten Hilfe

Angeleitet von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften, führen seit dem Jahr 2000 Rot-Kreuz-Organisationen und Assoziierte in über 150 Ländern jeweils am zweiten Samstag im September einen Tag der Ersten Hilfe durch. Ziel ist, die Bedeutung fachgerechter Nothilfe bei Unfällen und Katastrophen im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

In der Schweiz wenden sich jeweils die im Kompetenzzentrum Rettungswesen des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) zusammengeschlossenen Organisationen am Tag der Ersten Hilfe an die Öffentlichkeit. Zu ihnen zählen der Schweizerische Samariterbund (SSB), die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG), der Schweizerische Militär-Sanitäts-Verband (SMSV), die Rega und REDOG Schweizerischer Verein für Such- und Rettungshunde.

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