Schweizerischer Samariterbund
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Medienmitteilung vom 12. Mai 2009

 
Samariter lancieren neuen Kurs
 
Wie pflege ich Angehörige bei Ansteckungsgefahr?
 
In diesen Tagen lancieren die über 1000 Samaritervereine ihren neuen Kurs "Häusliche Pflege bei Ansteckungsgefahr". Der Schweizerische Samariterbund hat im letzten Halbjahr 900 Kurs- und Technische Leiter auf die Erteilung des sechsstündigen Kurses vorbereitet.
 
Wenn eine Pandemie in naher oder ferner Zukunft ausbricht, werden die Spitäler lange nicht alle Erkrankten aufnehmen können. Viele Grippekranke werden auf die Hilfe von Angehörigen und Nachbarn zählen müssen. Um die Bevölkerung auf diesen Notfall vorzubereiten hat der SSB den Kurs "Häusliche Pflege bei Ansteckungsgefahr" entwickelt und vorerst 900 seiner 2500 Kurs- und Technischen Leiterinnen und Leiter auf die Erteilung des Kurses vorbereitet.
 
Interessierte finden aktuelle Kursangebote im Internet unter www.redcross-edu.ch oder unter der Telefonnummer 062 286 02 22. Der Kurs "Häusliche Pflege bei Ansteckungsgefahr" legt ein Schwergewicht auf die Hygienemassnahmen, denen auch das Bundesamt für Gesundheitswesen eine grosse Bedeutung zumisst. Die im Kurs erteilten Ratschläge tönen einfach: die Hände richtig und regelmässig bis zum Ellbogen mit Seife waschen; ein Papiertaschentuch beim Husten und Niesen vor die Nase halten. Sie können indessen bereits viel dazu beitragen, dass sich eine Grippe nicht rasch ausbreitet.
 
Die Verhaltensregeln und praktischen Hinweise dienen übrigens auch all jenen, die im Alltag mit pflegebedürftigen Mitmenschen zu tun haben. Das Angebot der Samariter ist daher auch eine Antwort auf die zunehmende Überlastung der Institutionen der Alterspflege.
 
Die über 1000 Samaritervereine sind bekannt für ihre Dienstleistungen im Bereich der Ersten Hilfe. Sie bestreiten Postendienste und veranstalten Nothilfekurse. In Zusammenarbeit mit den Kantonalverbänden des Schweizerischen Roten Kreuzes zählen aber auch Krankenpflegekurse seit je zu den Samariterangeboten. Und das Einspringen in Notsituationen hat bei den Samariterinnen und Samaritern Tradition. Obwohl viele Mitglieder der Samaritervereine bei der Grippeepidemie von 1918 selbst erkrankten, engagierten sich damals fast alle Samaritervereine in der Krankenpflege und in der Haushalthilfe.

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