Schweizerischer Samariterbund
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Konferenz der Kantonalverbandspräsidenten 2011

Defizit in der Rechnung und im Rahmenbudget

Übersicht

  1. Geschäfte der Abgeordnetenversammlung
  2. Jugendarbeit
  3. Finanzierungskonzept
  4. Bilder 
  5. Präsentationen (Extranet)


Rote Zahlen prägen die Finanzen des Schweizerischen Samariterbundes: Sowohl in der Rechnung 2010 wie auch im Rahmenbudget 2012 übersteigen die Ausgaben die Einnahmen deutlich. Diskussionen rund um die Finanzierung der Zentralorganisation dominierten die Präsidentenkonferenz vom 12. und 13. März in Nottwil.

Die grösste Mikrofonpräsenz an der Wochenendtagung hatte Dieter Göldi. In seiner Funktion als Quästor und Finanzfachmann des Zentralvorstands erläuterte er zunächst die Jahresrechnung 2010 des SSB. Diese schliesst bei Aufwendungen von 9.8 Millionen mit einem Defizit von 64'875 Franken.

Die Kursabgaben aus den Nothilfekursen gehen seit Jahren zurück. Allein aus dieser Einnahmequelle fehlen dem SSB gegenüber dem Jahr 2007 720'000 Franken. Um einen Teil dieser Ausfälle zu decken, wurden bei den Personalkosten des Zentralsekretariats 200'000 Franken gespart. 90'000 Franken sparte der Zentralvorstand durch die Optimierung der Lehrgänge für Vereinskader (Verkürzung der Ausbildungsdauer von 10,5 auf 8,5 Tage; Anhebung der Klassengrössen; neu werden den Samaritervereinen die Gebühren von 200 Franken für die ResQ-Zertifizierung derjenigen Kursleiter in Rechnung gestellt, die den Nothilfekurs für Fahrausweisbewerbende erteilen).

100'000 Franken sparte der Zentralvorstand durch den Verzicht auf eine Rückstellung zu Gunsten der Kaderausbildungen. Immerhin resultierten aus den Kursabgaben der zahlreichen BLS-AED-Kurse Mehreinnahmen von rund 70'000 Franken.

In Konsultativabstimmungen genehmigten die Verbandspräsidenten die Rechnung 2010 ebenso wie den Rechenschaftsbericht der Zentralorganisation. Unterstützung signalisierten sie auch für das Tätigkeitsprogramm 2012 und das Rahmenbudget 2012. Definitiv entschieden werden die Geschäfte von der Abgeordnetenversammlung, die am 18. Juni in Interlaken stattfinden wird.

Rahmenbudget mit Unsicherheiten

Gemäss den Ausführungen von Dieter Göldi rechnet das Rahmenbudget 2012 des SSB mit einem Defizit von 161'000 Franken. Es enthält aber noch eine grosse Unsicherheit, denn das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport stellt seinen Leistungsvertrag für die Ausbildung der Vereins- und Verbandskader in Frage. Sollte dieser Beitrag ausbleiben, wird sich die Situation des SSB nochmals deutlich verschlechtern.

Das Tätigkeitsprogramm 2012 - von Thomas Brocker vorgestellt - bringt eine Überarbeitung des Konzepts der Samaritersammlung, eine starke Ausweitung der asa-Kurse sowie konkrete Schritte im Projekt Schulsamariter.

Kandidaturen vorgestellt

Auf die Abgeordnetenversammlung 2011 hat SSB-Vizepräsidentin Bernadette Bachmann ihren Rücktritt angekündigt. Als zweite Vizepräsidentin neben Renato Lampert wird der Zentralvorstand den Delegierten Anita Tenhagen zur Wahl empfehlen.

Für den frei werdenden Sitz im Zentralvorstand nominiert der Samariterverband Biel-Jura Stephan Guggisberg. Der zweisprachige Vizepräsident des Verbands präsidiert auch den Samariterverein Bienne Romand. (Ein Porträt des Kandidaten wird im "samariter" 4/11 erscheinen.)

Wie jedes Jahr besuchte auch René Rhinow, Präsident des Schweizerischen Roten Kreuzes die Konferenz. Er erläuterte den Versammelten das Rotkreuz-Emblem und dessen Bedeutung als Schutz- und Kennzeichen. Durch die Verbindung mit dem Namen der entsprechenden Organisation wird aus dem Emblem ein Logo.

Neuer Sponsoring-Partner

Die Basler Versicherungen werden zum neuen Sponsoring-Partner des SSB. Martin Vogler, Leiter Marketing und Sales-Management des Versicherungsunternehmens erklärte, dass die Anstrengungen der Basler unter dem Motto "Wir machen Sie sicherer" ideal zu den Dienstleistungen der Samariter passen. (Über die Zusammenarbeit von SSB und Basler Versicherungen wird in den nächsten Tagen eine Medienmitteilung veröffentlicht.)

Die Basler Versicherungen lösen den TCS auf Anfang 2012 als Hauptsponsor ab, wie Gery Meier, Leiter des Bereichs Marketing im SSB erläuterte. Fortgesetzt wird die Zusammenarbeit mit dem zweiten Hauptsponsor, der Flawa AG.

Vier Kantonalpräsidenten verabschiedet

In der traditionellen Abschiedsfeier vor dem Nachtessen würdigte Zentralpräsidentin Monika Dusong vier Verbandspräsidenten, die letztmals an der Konferenz teilnahmen:
- Hansueli Geisser, St. Gallen und Fürstentum Liechtenstein, 21 Amtsjahre
- Hans Kipfer, Bern, 10 Amtsjahre
- Christian Naef, Uri, 3 Amtsjahre
- Michaël Feusier, Genf, 1 Amtsjahr

Eugen Kiener


Berichte zur Konferenz der Kantonalverbandspräsidenten 2011

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