Schweizerischer Samariterbund
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Herbstkonferenz im Zeichen der Zukunft


Umsetzung der Strategie ist machbar
 
An der Herbstkonferenz befassten sich die Präsidenten der Kantonalverbände Mitte November mit der praktischen Umsetzung der Strategie 2012 des Schweizerischen Samariterbundes über alle Verbandsstufen hinweg.

"Die Zukunft gehört den Mutigen, sie wollen wir mit den Aktivitäten der Zentralorganisation unterstützen:" Mit diesem Bekenntnis eröffnete Zentralpräsidentin Monika Dusong am 15. November die Herbstkonferenz des Schweizerischen Samariterbundes. Die zweitägige Zusammenkunft von Vertretern der Zentralorganisation und der Kantonalverbände stand ganz im Zeichen der Strategie 2012.
 
Der SSB besteht aus 1'200 lokalen Samaritervereinen und 24 Kantonalverbänden. Namens des Zentralvorstands machte Erika Kuczynski deutlich dass alle Vereine und Verbände des SSB eine nationale Gemeinschaft mit gemeinsamer Mission bilden. In der Strategie 2012 haben sich alle darauf geeinigt, welchen Weg in die Zukunft sie gemeinsam gehen wollen.
 
Erika Kuczynski verglich die Samaritervereine mit Sonneblumen: Sie benötigen engagierte Mitglieder (gesunde Wurzeln), motivierte Kader (Blätter) sowie einen klar führenden Vorstand (starker Stiel), damit sie blühen und gedeihen können. "Wir werden unsere Ziele erreichen und der SSB wird sich als prächtiges Sonneblumenfeld darstellen, wenn alle diesen Weg mitgehen, wenn wir unsere Kräfte bündeln," war Erika Kuczynski überzeugt. Zentralsekretär Kurt Sutter verdeutlichte, dass die Bündelung der Kräfte auch bedeutet, dass die Initiativen und Dienstleistungen der Zentralorganisation, der Kantonalverbände und der Samaritervereine aufeinander abgestimmt sein müssen.
 
Diese Thesen zur gemeinsamen Umsetzung der Strategie 2012 wurden in Gruppen diskutiert. Die Versammelten bejahten mit Vorbehalten die Frage, ob die Kantonalverbänden und die Samaritervereine darauf vorbereitet seien, die Leistungsangebote der Zentralorganisation in ihre Planung aufzunehmen und zu nutzen. Als Probleme, mit denen sich einzelne Samaritervereine konfrontiert sehen, wurden genannt:

  • fehlende Information (Informationsflut oder –mangel, verspätete Information)
  • Mangel an Ressourcen (Mitglieder oder Finanzen fehlen)
  • die Mitgliederstruktur (Überalterung, Generationenkonflikte, Angst vor Veränderung)
 
Zentralvorstand: Findungskommission sucht weiter 
An der Abgeordnetenversammlung 2009 werden Erika Kuczynski, Christine Ruchat und Hansruedi Zimmerli wegen der Beschränkung auf 12 Amtsjahre aus dem Zentralvorstand ausscheiden. Vizepräsidentin Christine Ruchat informierte in Nottwil über die Arbeit der Findungskommission. Leider könne sie noch keine Kandidatinnen oder Kandidaten für das oberste SSB-Gremium präsentieren, berichtete die Genferin. Namentlich in der Romandie sei es schwierig geeignete Personen zu finden, weil der Zentralvorstand auf Deutsch verhandle.
 
Christine Ruchat appellierte erneut an die Kantonalverbände, die Findungskommission bei der Suche nach geeigneten Persönlichkeiten in den Reihen der Samariter, aber auch ausserhalb zu unterstützen. Für den zurzeit freien Sitz im Zentralvorstand kandidieren wird Renato Lampert. Der Tessiner nimmt bereits jetzt beratend an den Vorstandssitzungen teil.
 
Wie gewohnt führten die Zentralvorstandsmitglieder in die verschiedenen Geschäfte der Konferenz ein. So erläuterten Thomas Brocker das Tätigkeitsprogramm und Hansruedi Zimmerli das Detailbudget 2009, die in wenigen Punkten von den Vorgaben der Abgeordnetenversammlung abweichen. Das ausgeglichene Detailbudget liegt mit 11,8 Millionen um 400'000 Franken höher als im Rahmenbudget 2009.

Neue Mitteilungspflicht bei grossen Postendiensten
Von den vielen Themen, die am Sonntagmorgen der Herbstkonferenz verhandelt wurden, führten zwei zu längeren Diskussionen. Unter dem Stichwort Qualitätssicherung bei Postendiensten ging es um das revidierte Reglement Postendienst (ZO 355). Eine Mehrheit der Kantonalverbände will die Zuständigkeit für Anlässe von internationalen, nationalen oder interkantonalen Organisationen nicht automatisch in die Zuständigkeit der Zentralorganisation übergeben. Für grosse Postendienste soll lediglich eine Meldepflicht gegenüber dem Kantonalverband oder der Zentralorganisation bestehen.
 
Zur Geschäftsordnung der neuen Konferenz für Aus- und Weiterbildung (bisher TK-Chef-Tagung) hatten die Chefs der kantonalen Technischen Kommissionen mehrere Änderungsanträge eingereicht. An der Herbstkonferenz wurden diese Anträge unterstützt. Gewünscht wurde, dass namentlich die Kantonalverbände Zürich und Bern auch die TK-Chefs ihrer Regionalverbände teilnehmen zu lassen.
 
Vom Korporativmitglied zur Rettungsorganisation
Über die bevorstehende Teilrevision der Statuten des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) informierte Zentralpräsidentin Monika Dusong. Für den SSB bringt dies eine Änderung der Mitgliedschaftsform; er wird nicht mehr als Korporativmitglied über einen Vertrag ans SRK angebunden sein. Neu wird der Samariterbund als Mitglied zu den Rotkreuz-Rettungsorganisationen zählen.
In einem kurzen Referat würdigte zuvor Präsident René Rhinow die Bedeutung der Samariter als grösster Freiwilligenorganisation im Verbund des SRK. Er rief alle SRK-Angehörigen auf, Vorbild zu sein und die Rotkreuzgrundsätze im Alltag vorzuleben.
Eugen Kiener, Kurt Sutter

 

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