Schweizerischer Samariterbund
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Drei Fragen zum Umbau

Die Renovation ist gut gelungen

Thomas Brocker leitete als Architekt die Renovierung des Gebäudes des Schweizerischen Samariterbundes in Olten. Er ist Mitglied des Zentralvorstands. Die Redaktion "samariter" wollte von ihm wissen, was neu ist und auf was speziell geachtet werden musste.

 

Was waren die Herausforderungen der Renovationsarbeiten?

Das Wichtigste war, dass während der Umbauphase der Betrieb des Zentralsekretariats weiterlaufen musste. Da waren beispielsweise spezielle Lösungen für die Zugänge gefordert. Auch das Miteinander zwischen Personal und Handwerker war nicht immer einfach. Eine Herausforderung war sicher die durch diese Umstände geforderte kurze Bauzeit. Die Büros mussten in relativ kurzer Zeit wieder zur Verfügung stehen. Die feuerpolizeilichen Auflagen sind bei Umbauten immer wieder eine grosse Herausforderung, so auch bei diesem Projekt. Dabei geht es darum, für alle Parteien verträgliche und stimmige Lösungen zu finden. Immer wieder spannend sind die bei Umbauten üblichen Überraschungen. Leitungen, die nicht so verlaufen, wie man es vermutet. Spezielle Materialien, die zum Vorschein treten oder Konstruktionen, die anders ausgeführt wurden.

Was sind die wichtigsten Neuerungen?

Der ganze Eingangsbereich und Empfang wurde komplett neu gestaltet und wirkt jetzt einladend und freundlich. Eine weitere Neuerng ist der vergrösserte Lift und dessen Benutzbarkeit bis in den 4. Stock. Auf jedem Stockwerk gibt es nun separate Toiletten (Damen/Herren) und im Untergeschoss wurde eine Dusche installiert. Neu wird das Haus mit einer Gasheizung betrieben und durch den Rückbau der Tankanlage konnte im Keller mehr Platz für das Lager und Archiv geschaffen werden. Durch eine Aussenrampe, die Umgestaltung des Empfangs und die Vergrösserung der Liftkabine ist das Gebäude nun auch für Rollstuhlfahrer vollumfänglich zugänglich inklusive IV-WC im Erdgeschoss. Um innerhalb der Stockwerke die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern zu verbessern, wurden Begegnungszonen geschaffen. Zusätzlich vergrösserten wir den Durchgang zwischen Alt- und Anbau massiv.

Was musste berücksichtigt werden, um Neues und Bestehendes unter ein Dach zu bringen?

Die Harmonie zwischen dem Bestehendem und dem Neuen ist bei einer Sanierung besonders wichtig. Dabei geht es darum, bestehendes Design mittels neuen Materialien wieder aufleben zu lassen. Auch das Farbkonzept wurde gemäss dem damaligen Verständnis gewählt. Das Haus selber steht nicht unter Denkmalschutz. Da es im Verzeichnis für erhaltenswerte Architektur geführt wird, war die Zusammenarbeit mit der Altstadtkommission und der Baubehörde sehr wichtig und zwingend. So mussten gemeinsam Lösungen für die Liftschachtvergrösserung und die Neugestaltung des Eingangsbereiches gefunden werden. Für mich war die tolle, stets konstruktive und faire Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft der entscheidende Grund für das gelungene Ergebnis.

Petra Zenhäusern, SSB

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