Schweizerischer Samariterbund
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Die neuen Guidelines

Information für Kursleiterinnen und Kursleiter SSB

Am Montag, 18. Oktober 2010 wurden die neuen Guidelines veröffentlicht. Der Schweizerische Samariterbund ist bereits in Kontakt mit den medizinischen Gremien sowie mit ResQ. Er  wird  seine Kursunterlagen anpassen, in Absprache und in  Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen. Dies erfolgt per 31. Dezember 2011. Bis zu diesem Datum sind alle Kursleiter gebeten, sich an die aktuellen Themen und Prozesspläne zu halten.

Budgetierung und Kursplanung der Samaritervereine

Die Neuerungen bei den Kursinhalten haben Auswirkungen auf die Planung und Budgetierung der Samaritervereine. Vorerst gilt es, nur noch so viele Kursabgaben zu bestellen, wie im Jahr 2011 verbraucht werden können. Ab 2012 müssen die Nothilfe- und BLS-AED-Kurse mit neuen Unterlagen durchgeführt werden. Es gibt keine Übergangsfrist, um mit den alten Unterlagen weiterhin Kurse erteilen zu können.

Die neuen Vorgaben betreffen auch das 3-Ordner-System (Prozesspläne, Themen und Fachtechnik). Es ist damit zu rechnen, dass ein kompletter Neudruck auf Grund der zu erwartenden Neuerungen und Änderungen notwendig sein wird. Deshalb sollten die Samaritervereine die Neubeschaffung der Unterrichtsmittel budgetieren. Die Preise legt der Zentralvorstand an seiner Sitzung vom 12. November fest.

3 Fragen zu den neuen Richtlinien

Partnerschaftliches Vorgehen

Mitte Oktober sind die neuen Guidelines für die Reanimation der American Heart Association bekannt geworden. Diese werden jeweils weltweit in die Laienausbildung eingebaut.

Wie ist der Schweizerische Samariterbund (SSB) auf die neuen Richtlinien vorbereitet? Wie setzt er diese Massnahmen innerhalb der Organisation um? Und wann setzt er sie um? Der im Zentralsekretariat zuständige Leiter des Bereichs Bildung und Beratung, Roland Marti, erklärt nachfolgend, wie der SSB und die Partner dieses Ziel mit vereinten Kräften erreichen. ds.

1. Wie setzt der SSB die neuen Guidelines 2010 um?

Roland Marti: Im Dezember 2009 hat das Kompetenzzentrum Rettungswesen die Partnerorganisationen angeschrieben, ob sie an der gemeinsamen Umsetzung der neuen Guidelines 2010 interessiert sind. Alle Partner (Bundesamt für Bevölkerungsschutz) BABS, der Schweizerische MilitärSanitätsVerband SMSV, die Armee, die Schweizerische LebensrettungsGesellschaft SLRG und der Schweizerische Samariterbund) haben bekräftigt, sie wollten die Überarbeitung der Guidelines gemeinsam anpacken.

Diese gemeinsame Überarbeitung bezweckt die Harmonisierung der Ausbildung und der Ausbildungsunterlagen. Synergien können genutzt und vor allem Kosten eingespart werden. Bereits laufen Vorkehrungen und Planungen, damit der SSB und die Partner dieses Ziel gemeinsam und mit vereinten Kräften erreichen.

2. Wann setzt der SSB die Neuerungen um?

Roland Marti: Die Neuerungen werden im Oktober 2010 publiziert, die schweizerischen Gremien sollten bis März 2011 die Standards für die Schweiz definiert haben. Ziel ist es, dass sämtliche Unterrichtsmittel Ende 2011 erarbeitet, produziert und vertrieben sind sowie alle Kursleiter bis 31. Dezember 2011 mit den Neuerungen vertraut gemacht werden.

3. Ist das nicht ein (zu) ambitiöses Ziel?

Roland Marti: Das Ziel ist sehr ambitiös, doch nicht unrealisierbar, da der SSB schon seit über einem halben Jahr diese Neuerungen aktiv vorbereitet.

Auf dem normalen, «konventionellen» Weg via Kadertagungen und Obligatorische Vereinskader-Weiterbildungen können die Neuerungen nicht in so kurzer Zeit in einer so grossen Organisation, wie sie der SSB ist, eingeführt werden. Hier müssen neue Wege beschritten werden, die Ende August 2010 mit den kantonalen Beauftragten für Aus- und Weiterbildung diskutiert und beschlossen wurden.     (aus "samariter" 9/11)

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