Schweizerischer Samariterbund
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Bericht über die 124. Abgeordnetenversammlung


Schweizerischer Samariterbund: Abgeordnete tagten in Wauwil LU

Kantonalverbände entrichten künftig einen Mitgliederbeitrag

Ab 2013 haben die Kantonalverbände des Schweizerischen Samariterbundes (SSB) einen Mitgliederbetrag zu bezahlen. So bestimmten es ihre Delegierten in Wauwil LU. Dort fand am 16. Juni die 124. Abgeordnetenversammlung (AV) statt. Sie war geprägt von sachlichen Diskussionen und einer sommerlichen Atmosphäre. 


Die AV in Wauwil stand im Zeichen der Diskussion um die sichere Finanzierung des SSB. Der Antrag des Zentralvorstands, wie er den Delegierten vorgelegt wurde, war das Resultat einer mehrjährigen Diskussion mit den Präsidenten der Kantonalverbände; wobei diese das Anliegen der Zentralorganisation einhellig unterstützten.

Unglücklich waren einzelne mit der Bemessung der Mitgliederbeiträge. Zwei Kantonalverbände hatten frühzeitig Abänderungsanträge angekündigt und die Vorlage wurde auch in andern Verbänden kontrovers diskutiert. So warteten in Wauwil alle auf das entsprechende Traktandum. Tatsächlich: Mehrere Redner meldeten sich zu Wort, weitere Anträge wurden vorgebracht.

Antrag des Zentralvorstands setzte sich durch

Aus dem notwendig gewordenen Abstimmungsmarathon schälte sich der unveränderte Antrag des Zentralvorstands als Sieger heraus. In der Schlussabstimmung votierten von den 240 Delegierten 134 für den Antrag zur auf vier Jahre befristeten Einführung des Mitgliederbeitrags, 60 dagegen und 46 enthielten sich der Stimme.

Zuvor scheiterten nacheinander der Nichteintretensantrag der Urner Samariter, die Alternativvorschläge der Genfer und der Basler Samariter zur Berechnung des Mitgliederbeitrags sowie der Antrag der Innerschweizer Verbände mit der Festsetzung auf 4 Rappen pro Einwohner für die nächsten vier Jahre.

Der pro Einwohner zu entrichtende Betrag wird nun jeweils bei der Debatte ums Rahmenbudget des SSB festgelegt. Für 2013 wurde er auf vier Rappen festgesetzt. Trotz der neuen Einnahme rechnet das Rahmenbudget 2013 mit einem Defizit von 163 000 Franken.

Quästor Dieter Göldi wies darauf hin, dass das Budget nach wie vor nicht gesicherte Einnahmen enthalte, namentlich die Beiträge der Humanitären Stiftung und denjenigen des Bundes (Leistungsvertrag KSD). Das Rahmenbudget gab aber ebenso wenig zu Diskussionen Anlass wie die übrigen Geschäfte.

Auftakt zum Jubiläumsjahr 2013

Die Abgeordneten genehmigten weiter das überarbeitete SSB-Leitbild, das von Stephan Guggisberg, Mitglied des Zentralvorstands, vorgestellt wurde. Der modernisierte Text umschreibt das Selbstverständnis des Schweizerischen Samariterbundes und die Grundprinzipien seiner Tätigkeit.

Das Leitbild 2013 markiert den Auftakt zu den Feierlichkeiten rund um das 125-Jahr-Jubiläum der Samariterbewegung. Dieses wird mit dem Pfingstanlass in Tenero TI (18. bis 20. Mai 2013) und der 125. AV in Olten (15. Juni 2013) seine Höhepunkte erleben.

Als entscheidende Punkte des Tätigkeitsprogramms 2013 bezeichnete Zentralpräsidentin Monika Dusong aber den neuen eNothilfekurs und die Verbesserung des Kursangebots der Samaritervereine. Das Gelingen dieser Projekte sei entscheidend für die Zukunft der ganzen Organisation.

Auch die AV in Wauwil stand im Zeichen eines Jubiläums. Die Luzerner Samariter – mit Kantonalpräsidentin Ingrid Oehen und OK-Präsident Josef Zemp an der Spitze – organisierten diese aus Anlass des 75. Geburtstags ihres Verbandes. Sie empfingen die Delegierten im Zentrum Linde in Wauwil mit schönstem Sonnenwetter und einem herrlichen Alpenpanorama. Sie verwöhnten ihre Gäste mit leckeren Speisen und einer tadellosen Organisation.

Besseres Nothilfekursangebot, willkommene Integration

Zentralpräsidentin Monika Dusong dankt dem OK und seinen Helfern für den grossartigen Empfang. In ihrem Eintretensreferat hatte sie auf das Bild des SSB-Räderwerks zurückgegriffen. In diesem hat die Zentralorganisation ebenso wie jeder Samariterverein seine ihm zugeschriebene Funktion. Den jubilierenden Luzerner Kantonalverband lobte sie als starkes, gut mitarbeitendes Zahnrad.

Im Rahmen der AV würdigte Monika Dusong die Arbeit von Marie-Claire Roulet. Die Waadtländerin musste den Zentralvorstand aus gesundheitlichen Gründen nach nur zwei Amtsjahren wieder verlassen.

Als Vertreter der Luzerner Regierung richtete Daniel Wicki, Leiter des Amtes für Soziales, das Wort an die Samariter. Er dankt für ihren Einsatz, der sich durch Kompetenz, Kreativität und Krampf auszeichne. Dem SSB empfahl er das Projekt Diverso zur Umsetzung, denn die damit geförderte Integration von Zuwanderern aus andern Ländern und Kulturen gelinge am besten in den Vereinen.

Die Grüsse des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) überbrachte dessen Direktor Markus Mader. Er bezeichnete die Samariter als wichtige Botschafter, welche die Rotkreuzidee ins ganze Land hinaustragen. Annelies Gassmann schliesslich, Vizepräsidentin von Wauwil, überbrachte die Grüsse der Ortsbehörde.

Eugen Kiener


Die Beschlüsse der 124. Abgeordnetenversammlung des SSB


Die 240 Stimmberechtigten der 124. Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Samariterbundes genehmigten am 16. Juni 2012 in Wauwil LU:

  • das Protokoll der Abgeordnetenversammlung 2011
  • den Rechenschaftsbericht 2011
  • die Jahresrechnung 2011
  • den Antrag auf Entlastung des Zentralvorstands
  • das Tätigkeitsprogramm 2013
  • das Rahmenbudget 2013
  • den Beschluss über den Grundsatz der Aktivmitgliederbeiträge der Kantonalverbände des SSB (ZO 157)
  • das Leitbild 2013

Im Rahmen der Stiftungsversammlung genehmigten die Abgeordneten:

  • Rechnung und Bilanz 2011 der "Stiftung Henry Dunant des Schweizerischen Samariterbundes"


Die Abgeordnetenversammlung 2013 wird am 15. Juni in Olten stattfinden.

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