Schweizerischer Samariterbund
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Beatmung beim Kind/Säugling

Ausgangslage/Lagerung des Patienten

Ist das Kind nicht ansprechbar und/oder bewegt sich nicht, muss nach dem BLS-AED-Schema vorgegangen werden.

Unter Punkt A – Airway – ist zu prüfen, ob die Atemwege frei sind und eine Spontan-Atmung vorhanden ist. Wenn keine Spontanatmung vorhanden ist, wird mit B = Breathing weitergefahren. Dafür wird das Kind in Rückenlage auf dem Boden gelagert. BLS funktioniert nur in dieser Lage. Der Oberkörper des Kindes wird freigemacht. Kleider werden wenn nötig aufgerissen oder aufgeschnitten.

Bei einem Helfer werden zuerst 2 Minuten Thoraxkompressionen durchgeführt und dann alarmiert. Nach der Alarmierung werden die Thoraxkompressionen weitergeführt. Bei zwei Helfern beginnt der eine mit Thoraxkompressionen und der andere alarmiert. Zusätzlich zur Alarmierung sollte innerhalb nützlicher Frist ein AED-Gerät organisiert werden.

Position des Helfers

Der Helfer kniet seitlich neben die Schulter des Kindes. Arm des Kindes nach aussen abspreizen oder gestreckt an den Oberkörper des Kindes anlegen.

Beatmung

Den Kopf des Kindes vorsichtig nach hinten strecken (Vorsicht: nicht überstrecken), das Kinn heben und halten, damit der Mund des Kindes vollständig verschlossen wird. Den Mund über die Nase des Kindes bringen; mit den Lippen ringsum abdichten (Naseneingang nicht zuklemmen!). Je nach Grösse können auch die Nase und der Mund des Kindes mit dem Mund des Helfers umschlossen werden. Falls nicht durch die Nase beatmet werden kann (Verletzungen, Krankheiten, Rachenmandeln, anatomische Besonderheiten), wird die Nase zugehalten und die Luft durch den leicht geöffneten Mund des Kindes eingeblasen. Dabei soll immer der Selbstschutz beachtet werden (Beatmungshilfen wie Taschenmaske oder Beatmungstuch einsetzen). Beim Atemstoss sieht er mit den Augen, ob sich der Brustkorb hebt.

Ein Beatmungsstoss dauert ca. 1 Sekunde. Zu starke Beatmungsstösse sollten vermieden werden; die Beatmung ist effizient, wenn eine Thoraxhebung sichtbar ist. Wenn es zu keiner Thoraxhebung kommt, soll der Kopf des Opfers neu positioniert werden. Es ist zu beachten, dass bei Kindern (unter einem Jahr) eine Kopffehlposition zu einer Atemwegsverlegung führen kann. Es sollen zwei effektive Atemstösse gegeben werden (bis fünf Versuche erlaubt). Auf die Einatmung zwischen den Beatmungsstössen sollte geachtet werden. Treten nach den zwei Beatmungsstössen keine spontanen Lebenszeichen auf, wird mit dem BLS-AED-Schema weitergefahren.

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