Schweizerischer Samariterbund
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Alle besser informieren, Kosten gerechter verteilen


An ihrem Frühjahrstreffen in Nottwil besprachen die Delegationen der Kantonalverbände die Traktanden der kommenden Abgeordnetenversammlung (AV). Für die Erneuerung der internen Kommunikation zeichnet sich eine Zustimmung ab.

Nebst Routinegeschäften wie Rechnung oder Budget wird an der AV vom 1. Juni der Antrag über die Erneuerung der verbandsinternen Kommunikation entschieden. An ihrem Treffen vom 15. und 16. März in Nottwil vermittelten die Präsidenten ein Bild von den Diskussionen in den Verbänden.
In den SSB-Statuten verankert ist die Kommunikation im Artikel über den Bezug von Pflichtabonnementen durch die Samaritervereine. Als die AV diesem Artikel vor genau 60 Jahren zustimmte, standen zwei Aspekte im Vordergrund. Es sollte garantiert werden, dass einerseits alle Vereine die Informationen aus der ganzen Samariterwelt erhalten und dass gleichzeitig alle einen Mindestbeitrag an die Kommunikation des SSB leisten.

Über mehrere Kanäle kommunizieren
Diese zwei Ziele prägen auch die aktuelle Vorlage. Doch die Medienwelt hat sich in den verflossenen sechs Jahrzehnten stark geändert. Damit die wichtigen Botschaften des SSB von seinen Mitgliedern in der Informationsflut wahrgenommen werden, muss er diese viel breiter streuen und über verschiedene Kanäle vermitteln. Nebst der 1948 geschaffenen Verbandszeitung informiert deshalb seit zehn Jahren auch die Homepage www.samariter.ch über den SSB.
Die künftige verbandsinterne Kommunikation wird sogar fünf Medienkanäle umfassen. Neu sollen je ein regelmässiger Newsletter für die Kantonalverbände, beziehungsweise die Samaritervereine dazukommen. Die Verbandszeitung soll attraktiver werden, nur noch zehn Mal pro Jahr erscheinen, dafür aber an alle Aktivmitglieder gehen. Wenn nötig, werden wie bis anhin dringende Nachrichten über Rundschreiben vermittelt.
Mit dem Antrag an die AV sollen nicht nur Quantität und Qualität der Information verbessert werden. Vorgesehen ist auch eine gerechtere Finanzierung. Diese soll nicht mehr über Abonnements der einzelnen Vereinsmitglieder erfolgen.
Künftig soll jeder Samariterverein einen gemäss seiner Grösse abgestuften Beitrag an die gesamte Kommunikation leisten.
An der Konferenz in Nottwil wurden die neuen Kommunikationsinstrumente klar unterstützt. Einzig einige Samaritervereine, die bislang nur die Mindestzahl von «samariter»-Abos bezogen, scheinen sich zum Teil gegen die neue Verteilung der Kosten zu sträuben.
Die übrigen AV-Geschäfte boten wenig Anlass zu Diskussionen. Die von Quästor Hansruedi Zimmerli präsentierte Rechnung 2007 ergab bei Erträgen von 10,4 Millionen einen minimen Ertragsüberschuss von 2500 Franken. Ausgeglichen ist das Rahmenbudget 2009, das mit Aufwendungen und Erträgen von rund 11,3 Millionen Franken rechnet.

Wann soll ein Sanitätsdienst unentgeltlich sein?
«Die Euro 08 gibt dem Thema Sanitätsdienst bei Grossveranstaltungen spezielle Aktualität», erklärte Bernadette Bachmann, Mitglied des Zentralvorstands, in ihrem Referat. Eine Umfrage bei den Kantonalverbänden hat ergeben, dass allein im Kanton Bern beim Fussballgrossanlass im Juni rund 1200 Samariterinnen und Samariter Sanitätsdienst leisten werden. Es darf festgestellt werden, dass es selbstverständlich geworden ist, dass diese Einsätze entschädigt werden. Allerdings ist der Spielraum mit Stundenansätzen zwischen 12 und 35 Franken noch sehr breit. In der Diskussion sprachen sich die Präsidenten klar für Qualität und geregelte Zuständigkeit aus. Unentgeltliche Sanitätsdienste werden als gerechtfertigt erachtet zu Gunsten von anderen lokalen Vereinen, die Gegenrecht gewähren, oder als Goodwill-Aktion gegenüber der Bevölkerung. Unentgeltliche Postendienste sind fehl am Platz bei kommerziellen Anlässen
von gewinnorientierten Organisatoren und bei Partnern, die selbst keine Freiwilligenarbeit praktizieren.

Weitere Konferenzthemen

  • Im Hinblick auf die neue Funktion der kantonalen Beauftragten für Weiterbildung unterstützen die Verbandsvertreter die Ausweitung der Verantwortung der jährlich stattfindenden Konferenz der Chefs der technischen Kommissionen auf sämtliche Planungen von Aus- und Weiterbildungen im SSB; dazu sollen die Beauftragten für Jugendarbeit die Anliegen der Jugendarbeit direkt in der Konferenz einbringen können.
  • Zentralsekretär Kurt Sutter rief die Vertreter der Westschweiz auf, Vereinskader für den Einsatz als Schiedsrichter an den SSW 2008 in Schwarzsee FR zu ermuntern; bislang stehe ein einziger zur Verfügung.
  • Das Projekt gemeinsames Kursmarketing von Samariterbund und den Kantonalverbänden des Schweizerischen Roten Kreuzes steht vor der Umsetzung. Unter anderem erhalten die Samaritervereine im Mai den Praxisleitfaden Kursmarketing und im nächsten Jahr werden so genannte «Ideentage» angeboten.

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