Schweizerischer Samariterbund
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Abgeordnetenversammlung 2007 in Martingy


119. Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Samariterbundes im Zeichen der Zusammenarbeit
 
Walliser Sonne strahlte für die Samariter
 
Kooperation unter den Samaritervereinen, mit den Rotkreuz-Kantonalverbänden, mit Gemeinden und Kantonen: Der Wunsch nach Zusammenarbeit prägte die Ansprachen an der Abgeordnetenversammlung 2007 des Schweizerischen Samariterbundes (SSB) vom 16. Juni in Martigny.

Mit Charme und Witz leitete Monika Dusong erstmals durch die Abgeordnetenversammlung (AV). Die Zentralpräsidentin kam als erste auf die Zusammenarbeit zu sprechen. In ihrer Standortanalyse zum SSB forderte sie die Samaritervereine auf, "die Kultur des Alleingangs zu überwinden und eine Kultur der Partnerschaft aufzubauen." Es dürfe nicht sein, dass Samaritervereine lieber sterben, als sich einem Nachbarverein anzuschliessen.
 
Andere Aspekte der Zusammenarbeit beleuchteten die beiden SSB-Vizepräsidentinnen. Christine Ruchat sprach im Kommentar zum Rechenschaftsbericht 2006 über die Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz, die neue Grundlagen erhalten habe und auf die Ebene der Kantonalverbände und Samaritervereine ausstrahlen solle. René Rhinow, Präsident des Schweizerischen Roten Kreuzes und Kaspar Schild, Vorsitzender des Geschäftsführenden Ausschusses der Rotkreuzkantonalverbände freuten sich über diese Absichtserklärungen.
 
Kommt die Pandemie, sind die Samariter bereit
 
Bevor die zu erwartende Grippepandemie richtig zuschlägt, wollen die Samariter der Bevölkerung pflegerische Grundkenntnisse vermitteln. Vizepräsidentin Anita Tschaggelar informierte die Abgeordneten über den vom SSB geplanten Kurzkurs "Häusliche Pflege bei Ansteckungsgefahr". Über die Einführung des Kurses wird der SSB nach den Sommerferien orientieren.
 
Im Kommentar zum Tätigkeitsprogramm 2008 sprach Anita Tschaggelar über die Sanitätsdienste bei Grossveranstaltungen. Bei den Organisatoren solcher Anlässe (etwa Gigathlon oder Euro 08) fehle oft der Wille zur Zusammenarbeit auf einer partnerschaftlichen Ebene. Anita Tschaggelar stellte fest, dass grosse Sportorganisationen hochkommerzielle Veranstaltungen durchführen, die Mitwirkung der Samariterinnen und Samariter ganz selbstverständlich erwarten, für die Planung und Leitung solcher Sanitätsdienste aber keine Mittel bereit stellen.
 
Leistungsaufträge mit Gemeinden und Kantonen
 
Unterstützung für die Arbeit der Samariter versprach der Walliser Staatsrat Thomas Burgener. Er sei sich bewusst, dass die Samariter im Gesundheits- und Rettungswesen seines Kantons eine wichtige Rolle spielten. Für diesen sei es aber wichtig, möglichst wenig Ansprechpartner zu haben, dass die Unterwalliser und die Oberwalliser Samariter mit einer Stimme sprechen und die Samaritervereine in den vielen kleinen Berggemeinden des Kantons zusammenarbeiten.
 
Olivier Dumas hatte als Stadtpräsident von Martigny das Organisationskomitee der AV 2007 präsidiert. In dieser Funktion habe er die Arbeit der Samariter schätzen gelernt, betonte er in seiner Ansprache. Konkret sprach er sich dafür aus, zwischen den Kantonen und Gemeinden auf der einen Seite und den Samaritern auf der andern Seite konkrete Leistungsaufträge zu vereinbaren.
 
Nachdem die AV-Geschäfte zu keinen Diskussionen geführt hatten und alle im Sinne der Anträge des Zentralvorstandes entschieden wurden, konnte Monika Dusong die Abgeordneten um 15.30 Uhr zum Apéro entlassen. Unter der Walliser Sonne und zu den Klängen der Fanfare Municipale Edelweiss Martigny-Bourg ging die vom Unterwalliser Samariterverband rund um René Liand und Philippe Bender vorbildlich organisierte Versammlung zu Ende.
Eugen Kiener


Die Beschlüsse der Abgeordnetenversammlung

Die 249 Stimmberechtigten der 119. Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Samariterbundes genehmigten am 16. Juni 2007 in Martigny VS:

  • das Protokoll der Abgeordnetenversammlung 2006;
  • den Rechenschaftsbericht 2006;
  • die Jahresrechnung 2006;
  • den Antrag auf Entlastung des Zentralvorstands
  • das Tätigkeitsprogramm 2008;
  • das Rahmenbudget 2008;
  • die Teilrevision der Statuten (Art. 12) und Festlegung von Vergütungen an die Mitglieder des Zentralvorstandes (Swiss NPO-Code).
Im weiteren wählten die Delegierten:
  • Renato Lampert als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission für die Amtsdauer von 2007 bis 2012;
  • die Ernst&Young AG für weitere zwei Jahre als Revisionsstelle.
 
Im Rahmen der Stiftungsversammlung genehmigten die Abgeordneten:
  • Rechnung und Bilanz 2006 der "Stiftung Henry Dunant des Schweizerischen Samariterbundes"
 

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