Schweizerischer Samariterbund
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125. Abgeordnetenversammlung des SSB (1)

 

Die Idee der Ersten Hilfe zeitgemäss umsetzen

Sonne, festliche Ansprachen und die diskussionslose Abwicklung der Geschäfte prägten die 125. Abgeordnetenversammlung (AV) des SSB. Zentralpräsidentin Monika Dusong betonte mit Blick auf das Jubiläum, dass es dem SSB stets gelang, den Gedanken der Ersten Hilfe auf die Bedürfnisse der Zeit auszurichten. Dieser Richtlinie wollen die Samariter treu bleiben.

Beim letzten Höhepunkt im Jubiläumsjahr gab endlich auch die Sonne dem Geburtstagskind SSB die Ehre. Zusammen mit der reibungslosen Organisation vor Ort - verantwortlich waren die Solothurner Samariter rund um Kantonalpräsidentin Erika Borner - ergab sich am Samstag, 15. Juni in der Oltner Stadthalle ein perfekter Rahmen für eine gelungene AV.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

In ihrer Ansprache zur Jubiläumsversammlung nannte Zentralpräsidentin Monika Dusong zunächst die Gründe, die es ermöglichten, dass es dem SSB gelang, bis ins hohe Alter von 125 Jahren vital zu bleiben:

  • Das Engagement der Samariter ist ein unverzichtbarer Beitrag an das Wohl des Landes.
  • Die Samaritertätigkeit beruht auf menschlichen Werten.
  • Die Fähigkeit, dank ständiger Innovation die Samariteridee weiterzuführen.

Dann dankte Monika Dusong allen, die sich in irgendeiner Weise für die Idee, dem Nächsten bei einem Unfall oder bei Krankheit zu helfen, einsetzen. "Wir sind gefordert, gemeinsam, mit Energie und Engagement den Weg in die Zukunft zu gehen."

Tatkräftiges Mitglied des SRK

Als erster Gastredner überbrachte Sanitätsdirektor Peter Gomm die Grüsse der Solothurner Regierung. Er dankte den Samaritern für ihren unbezahlbaren Beitrag im Dienste der Schwachen. Oltens Stadtpräsident Ernst Zingg würdigte die Bedeutung der SSB-Geschäftsstelle für die Stadt. Seit 100 Jahren mache sie den Namen der Stadt im ganzen Land bekannt.

Peter André Bloch, Präsident der Stiftung Pro Wartenfels, verkündete, dass dem Schweizerischen Samariterbund im August der Prix Wartenfels 2013 verliehen werde. Für die Rot-Kreuz-Gruppe sprach SRK-Präsidentin Annemarie Huber-Hotz. Das SRK sei stolz auf sein tatkräftiges Mitglied, den SSB.

Ein besonderer Ehrengast der Jubiläums-AV war Aline Möckli, die Enkelin von Ernst Möckly. Der Berner Sanitätsfeldweibel hatte vor 125 Jahren den ersten Samariterverein und den Schweizerischen Samariterbund gegründet. Zentralpräsidentin Monika Dusong ehrte die aus Bern angereiste 88-jährige Aline Möckli mit einem Blumenstrauss.

Bisherige Zentralvorstandsmitglieder wiedergewählt

Seit 2006 führt die ehemalige Neuenburger Staatsrätin Monika Dusong den SSB. Dieser sei ihr einerseits ans Herz gewachsen, andererseits stehe die Organisation vor spannenden Herausforderungen, erklärte die Zentralpräsidentin in Olten. Sie sei bereit, nochmals vier Jahre an der Spitze des Zentralvorstands mitzuarbeiten. Die Versammlung bestätigte Monika Dusong für eine weitere Amtsperiode als Zentralpräsidentin.

Wiedergewählt wurden von den Abgeordneten auch die beiden Vizepräsidenten Renato Lampert, Cavergno Tl, und Anita Tenhagen, Effretikon ZH, sowie als Mitglieder des Zentralvorstands Dieter Göldi, Schindellegi SZ, Thomas Brocker, Teufen AR, und Stephan Guggisberg, Biel BE.

Zwei Neue - ein Sitz bleibt frei

Neu ins Führungsgremium des SSB berufen wurden Theresia lmgrüth Nachbur aus Aesch BL und Stéphane Birrer aus Lutry VD. Der freie Sitz im Zentralvorstand soll im nächsten Jahr wenn möglich durch eine Vertretung der Jugend besetzt werden.

Die Versammlung wählte Paul Ammann in die Geschäftsprüfungskommission, wo er die Nachfolge von Theresia Imgrüth antritt, und die Firma BDO AG Aarau für zwei Jahre als Revisionsstelle des SSB.

Die scheidenden Mitglieder des Zentralvorstandes, Alfred Vogt, Balzers FL, und Verena Zwahlen, Frauenfeld TG, wurden von den Versammelten mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Zentralpräsidentin Monika Dusong sprach bei der Würdigung ihrer Verdienste von Bilderbuch-Samariterkarrieren.

Beide waren lange in Samaritervereinen aktiv, bevor sie auf kantonaler Ebene und später im SSB tätig wurden: Alfred Vogt mehr im technischen Bereich und Verena Zwahlen vorwiegend auf der administrativen Seite.

Rechnungsausgleich dank SRK-Defizitgarantie

Bei den übrigen Geschäften genehmigten die Abgeordneten unter anderem die Jahresrechnung 2012. Bei Einnahmen von 10,7 Millionen schloss die SSB-Rechnung mit einem Defizit von knapp 200 000 Franken ab. Dank einer vom SRK zugesprochenen Defizitgarantie blieb die Rechnung letztlich ausgeglichen. Mit einem Mehraufwand von 44 000 Franken rechnet das ebenfalls verabschiedete Rahmenbudget 2014.

Vor zwei Jahren wurde eine zweite „Samariter-Trophy“ ausgeschrieben, an der sich rund 100 Vereine beteiligten. Wiederum zeigt sich, dass Samaritervereine durchaus neue Mitglieder gewinnen können. Am Ende der AV gab Valérie Cazzin, Leiterin des Bereichs Marketing im SSB-Zentralsekretariat, die Sieger der Trophy 2013 bekannt.

Samaritervereine können stark wachsen

Beim Mitgliederzuwachs (im Vergleich der Aktivmitgliederzahlen von 2011 bis 2012) entscheidet das prozentuale Wachstum über die Rangierung. Hier belegte der SV Steinegg AI den ersten Rang, er wuchs von 4 auf 11 Aktive. Der SV Ruswil LU steigerte seine Mitgliederzahl von 31 auf 48, der SV Rafz ZH von 12 auf 18 Aktive.

Bei den originellsten Werbeaktionen kürte die Jury der Trophy den SV Aadorf TG zum Sieger, die weiteren Preise gingen an den SV Ennenda GL und an den SV Einsiedeln SZ.

Eugen Kiener


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