Schweizerischer Samariterbund
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120. Abgeordnetenversammlung in Brig-Glis


Starkes Ja zur neuen Kommunikation

Mit einer Dreiviertel-Mehrheit unterstützten die 248 Abgeordneten der Kantonalverbände das Konzept einer neuen SSB-internen Kommunikation. Dieser zukunftsweisende Entscheid bildet den erfreulichen Schlussakkord des Kongresswochenendes im Oberwallis.

Der Samariterkongress in Brig-Glis zeigte es deutlich, viele Handbücher, Mustertexte und andere Hilfsmittel, die der Schweizerische Samariterbund (SSB) herausgegeben hat, sind bei den Aktiven in den Samaritervereinen nicht oder zu wenig bekannt. Die interne Kommunikation im SSB muss dringend verbessert werden. Offenbar beeinflussten diese Eindrücke der Kongressteilnehmer den Entscheid über die verbandsinterne Kommunikation im Rahmen der anschliessenden Abgeordnetenversammlung (AV).
 
Nach Zentralvorstandsmitglied Bernadette Bachmann das Projekt vorgestellt hatte und ihr Amtskollege Hansruedi Zimmerli eine einzige Frage zur künftigen Finanzierung der Kommunikation beantwortet hatte, stimmten die Abgeordneten ohne weitere Diskussion mit 179 Ja gegen 52 Nein bei 2 Enthaltungen dem Antrag zur Erneuerung der Verbandskommunikation zu. So werden ab Anfang 2009 regelmässig Newsletter an die Kader der Kantonalverbände und an diejenigen der Samaritervereine verschickt werden. Die Verbandszeitung wird nur noch zehnmal pro Jahr erscheinen, aber all Aktivmitglieder der Samaritervereine erreichen. Die Finanzierung der Kommunikation erfolgt nicht mehr über freiwillige Abonnements sondern über nach ihrer Grösse abgestufte Beiträge der Samaritervereine.
 
Monika Dusong, welche die Versammlung mit Charme und Witz leitete, freute sich über den zukunftsweisenden Entscheid der Abgeordneten und meinte: "Mir ist ein grosser Stein vom Herzen gefallen." Samaritervereinen, die wegen dieses Beschlusses in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten, empfahl die Zentralpräsidentin, den SSB um Hilfe anzugehen.

"Nachwuchs" im Zentralvorstand
Einstimmig wählten die Abgeordneten in Brig-Glis Bernadette Bachmann, Freienbach SZ, zur zweiten Vizepräsidentin des SSB. Neu in den Zentralvorstand wählten sie mit spontan einsetzendem Applaus Thomas Brocker. Dort hält mit dem 38-jährigen Präsidenten des Samariterverbandes beider Appenzell eine neue Generation Einzug. Noch blieb aber im SSB-Führungsgremium ein Sitz unbesetzt und im nächsten Jahr werden drei weitere Vorstandsmitglieder auf Grund der Amtszeitbeschränkung zurücktreten.
 
Vizepräsidentin Christine Ruchat informierte über die Arbeit der Kommission, die nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für den Zentralvorstand Ausschau hält. Erfreut konnte sie bekannt geben, dass der Tessiner Renato Lampert, zurzeit Mitglied der Geschäftsprüfungskommission, nächstes Jahr kandidieren werde. Christine Ruchat rief namentlich die Vertreter der Romandie auf, die Suche nach geeigneten Personen zu intensivieren.
 
Die Arbeit von Claudia Priori Paglia und Anita Tschaggelar, die den Zentralvorstand in den letzten beiden Jahren aus persönlichen Gründen vorzeitig verlassen hatten, wurde an der AV gewürdigt. Beide bedankten sich in bewegten Worten. Anita Tschaggelar, ehemalige Vizepräsidentin, wurde mit der SSB-Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Dankesworte für die gute Zusammenarbeit gab es auch für Daniel Biedermann, den scheidenden Direktor des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK).

Wallis ist auf gut vorbereitete Partner angewiesen
Die Walliser Regierung sei angesichts der im Gebirgskanton stets drohenden Katastrophen auf gut vorbereitete Partner wie die Samariter angewiesen, betonte Staatsratspräsident Jean-Michel Cina in seinem Grusswort. Er lobte die Bereitschaft der Samariter, freiwillig tätig zu sein. Hans Schwestermann, Vizepräsident der Stadt Brig-Glis, würdigte in seiner vorbildlich kurzen Ansprache, die Bereitschaft der Samariter zu helfen.
 
Das Rote Kreuz ist sich des Potentials der Samariter bewusst, erklärte in einer weiteren Grussbotschaft Annemarie Huber-Hotz. Die SRK-Vizepräsidentin hatte zuvor schon den Samariterkongress mitverfolgt und dort mit Freude festgestellt, dass viele Samariterinnen und Samariter bereit sein, die Zusammenarbeit mit Partnern zu suchen.     Eugen Kiener
 
Die Beschlüsse der Abgeordnetenversammlung

Die 248 Stimmberechtigten der 120. Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Samariterbundes genehmigten am 1. Juni 2008 in Big-Glis VS:

  • das Protokoll der Abgeordnetenversammlung 2007;
  • den Rechenschaftsbericht 2007;
  • die Jahresrechnung 2007;
  • den Antrag auf Entlastung des Zentralvorstands
  • das Tätigkeitsprogramm 2009;
  • das Rahmenbudget 2009;
  • den Beschluss über die Dienstleistungen der Zentralorganisation im Bericht der verbandsinternen Kommunikation und Pflichtabonnemente der Verbandszeitung (ZO 156)
  • die Teilrevision des Beschlusses über die Henry-Dunant-Medaille.
 
Im weiteren wählten die Delegierten:
  • Thomas Brocker, Teufen AR, als Mitglied des Zentralvorstandes für die Amtsdauer von 2005 bis 2009;
  • Anita Tschaggelar, Bern, zum Ehrenmitglied des Schweizerischen Samariterbundes.
 
Im Rahmen der Stiftungsversammlung genehmigten die Abgeordneten:
  • Rechnung und Bilanz 2007 der "Stiftung Henry Dunant des Schweizerischen Samariterbundes".

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